Höhere Unfallzahlen und neue Vorschriften
Im Bezirk Mürzzuschlag sorgen steigende Zahlen bei E-Scooter-Unfällen für Besorgnis. Nationale Statistiken zeigen für 2025 einen Anstieg der verletzten E-Scooter-Nutzenden um 24 Prozent, und jede 18. verletzte Person im Straßenverkehr war mit einem E-Scooter unterwegs; rund ein Viertel dieser Verletzten waren Kinder. Auch lokal häuften sich Vorfälle: 2025 endete ein Unfall im Bezirk tödlich.
Wesentliche gesetzliche Vorgaben
Die wichtigsten technischen und rechtlichen Grenzen, die für die Nutzung auf öffentlichen Straßen gelten, lauten:
- Höchstgeschwindigkeit: 25 km/h (bei bauartlicher Begrenzung)
- Maximale Motorleistung: 600 Watt
- Geltungsbeginn der neuen Regeln: 1. Mai 2026 (bundesweit)
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Anstieg verletzter E-Scooter-Nutzender (2025) | 24 % |
| Anteil Verletzte (von allen Verkehrsunfällen) | 1 von 18 |
| Kinderanteil unter E-Scooter-Verletzten | 25 % |
Was das konkret für Mürzzuschlag bedeutet
Die lokalen Einsätze der Polizei zeigen: Regeln werden teils nicht beachtet. Im Bezirk wurde zuletzt ein Fahrer angehalten, dessen E-Scooter auf 100 km/h ausgelegt war – deutlich über der zulässigen Grenze. Solche Fälle verdeutlichen, dass technisch aufgerüstete Gefährte und Unkenntnis über die Bestimmungen ein erhöhtes Risiko darstellen. Für Bewohnerinnen und Bewohner von Mürzzuschlag heißt das:
- Nur Geräte verwenden, die den gesetzlichen Vorgaben entsprechen (max. 25 km/h, max. 600 W).
- Auf die Verkehrssicherheit von Kindern achten: Ein Viertel der Verletzten sind Kinder.
- Schutzhelme und sichtbare Kleidung erhöhen die Sicherheit, auch wenn Helmpflicht nicht immer vorgeschrieben ist.
„E-Scooter sind praktisch – aber nur dann sicher, wenn sich alle an die Regeln halten.“
Dieses Statement der Sicherheitskoordinatorin des Bezirkspolizeikommandos Bruck-Mürzzuschlag fasst zusammen, worauf es ankommt: respektvoller Umgang mit den Regeln schützt Nutzerinnen und Nutzer sowie andere Verkehrsteilnehmer.
Die Polizei und der ÖAMTC raten zu besonderer Vorsicht in Fußgängerzonen, auf Gehsteigen sowie an Kreuzungen. Ebenso wichtig sind regelmäßige Kontrollen der Bremsen, Beleuchtung und Reifen. Wer sein Gerät technisch verändert, riskiert nicht nur höhere Unfallgefahr, sondern auch straf- und zivilrechtliche Konsequenzen bei einem Schadenfall.
Für Pendlerinnen und Pendler, die E-Scooter für kurze Wege in Mürzzuschlag nutzen, bleibt festzuhalten: Ein regelkonformes Gerät und umsichtiges Fahren sind die wirksamsten Maßnahmen, um die Zahl der Unfälle zu senken.