Neuer Weg und erneuerte Infrastruktur
Die Rettenwandhöhle bei Kapfenberg wird am 12. Juli wieder für Besucherinnen und Besucher freigegeben. Grund dafür ist ein neu errichteter, geschotterter Wanderweg sowie die Erneuerung der elektrischen Versorgung im Höhlenbereich. Die Maßnahmen sollen einerseits den regulären Besucherverkehr sicherer machen, andererseits die Versorgung im Notfall gewährleisten – zuletzt war ein Rettungseinsatz über den alten, schmalen Pfad nicht sichergestellt.
Der Weg ersetzt den bisherigen Zugang, der den heutigen Anforderungen an Sicherheit und Erreichbarkeit nicht mehr genügte und zur zweijährigen Schließung der Höhle geführt hatte. Für den örtlichen Verein für Höhlenkunde ist der Abschluss dieses Projekts ein bedeutender Schritt für die touristische Zukunft der Anlage.
Wie das Projekt finanziert wurde
Die Finanzierung war die größte Hürde. Zwar kündigte das Land Steiermark eine Förderung an, diese setzte jedoch einen Eigenmittelanteil voraus. Um diesen aufzubringen, organisierten die Beteiligten eine ungewöhnliche Vorverkaufsaktion: 19 regionale Betriebe zahlten Führungen im Voraus, die nach Fertigstellung des Wegs eingelöst werden. So konnte der notwendige Eigenanteil vorgelegt und die Landesförderung in Anspruch genommen werden.
- Investition: rund 40.000 Euro
- Beteiligte: Verein für Höhlenkunde Kapfenberg, 19 Unternehmen, Land Steiermark
- Wiedereröffnung: 12. Juli
Der Obmann des Vereins für Höhlenkunde, Michael Lebernegg, der auch das Bistro Mühlrad am Hauptplatz betreibt, bezeichnet das Projekt als Meilenstein für die künftige Nutzung der Rettenwandhöhle. Durch die Beteiligung lokaler Firmen wurde nicht nur die Finanzierung gesichert, sondern zugleich ein regionales Commitment für das Naturdenkmal erzeugt.
Bedeutung für Kapfenberg und die Region
Für Kapfenberg bedeutet die Öffnung der Höhle eine Erweiterung des Freizeitangebots und ein Plus an Attraktivität für Ausflügler und Vereinsgruppen. Ebenso wichtig ist die verbesserte Notfallzugänglichkeit: Der neue Weg ist breit genug, dass im Ernstfall ein Quad oder Rettungsfahrzeug Zufahrt haben kann und damit die Sicherheit der Besucher erhöht wird. Die Investition in Wege- und Elektrotechnik verbessert die Betriebssicherheit und macht organisierte Führungen planbar.
Dass lokale Unternehmen freiwillig finanzielle Vorleistungen erbracht haben, zeigt eine Form des bürgerschaftlichen Engagements, die über klassische Sponsoringmodelle hinausgeht und konkrete Folgen für die unmittelbare Umgebung hat.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Investitionssumme | ca. 40.000 Euro |
| Firmen vorbezahlt | 19 |
| Schließdauer | 2 Jahre |
| Wiedereröffnung | 12. Juli |
Die neue Zugangsregelung und die Infrastrukturmaßnahmen schaffen die Grundlage dafür, dass die Rettenwandhöhle künftig sowohl als naturkundliches Ziel als auch als Ausflugsort für Gruppen und Betriebe nachhaltig genutzt werden kann. Für die Bevölkerung in Kapfenberg und im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag bedeutet das eine verbesserte Freizeitoption bei gleichzeitig erhöhtem Sicherheitsstandard.