Großeinsatz nach Gewitter: Feuerwehr kämpft in steilem Gelände
Mehrere Brände in Wäldern des Bezirks haben am Wochenende zahlreiche Einsatzkräfte gebunden. Nachdem am Samstagabend ein Unwetter über die Region gezogen war, rückten Feuerwehren, Polizei, Rettungsdienste, Bergrettung sowie Kräfte der Landesregierung und des Bundesheeres mit Hubschraubern aus, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Die Einsatzleitung meldete am Sonntagmorgen Teilerfolge: Während ein Brand am Hochanger gelöscht werden konnte und um 9.17 Uhr „Band aus“ gegeben wurde, blieb oberhalb des Kaltenbachtunnels noch rund ein Hektar Waldfläche betroffen. Dort erschweren steiles und felsiges Gelände die Löscharbeiten; die Helfer erreichen den Brandherd nur teilweise mit Fahrzeugen und müssen das letzte Stück zu Fuß zurücklegen.
„Es ging zu diesem Zeitpunkt ein Unwetter nieder“
Als möglicher Auslöser wird Blitzschlag in Verbindung mit dem Gewitter genannt. An einer weiteren Stelle dürfte das Feuer durch nächtlichen Regen von selbst erloschen sein. Ein dritter Brand konnte bis Sonntagnachmittag soweit eingedämmt werden, dass von einem „unter Kontrolle“ gesprochen wurde; ein vollständig „Brand aus“ erwarten die Einsatzkräfte erst am Montag.
Ressourcen und Verkehrsmaßnahmen
Insgesamt waren fast 120 Einsatzkräfte mit knapp 30 Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurden die Bodentruppen durch zwei Hubschrauber des Innenministeriums und einen Black‑Hawk des Bundesheeres. Wegen der Arbeiten musste die L121 zwischen Bruck und Mixnitz zeitweise gesperrt werden; Autofahrer sollten lokale Umleitungen beachten und die Hinweise der Einsatzkräfte vor Ort befolgen.
- Beteiligte Kräfte: Feuerwehren, Polizei, Rettung, Bergrettung, Landesbehörden, Bundesheer
- Flächenausmaß: rund 1 Hektar betroffen (Stand Sonntagmorgen)
- Technische Unterstützung: Hubschrauber, Drohnen, Bodenmannschaften
Die Feuerwehren setzten Drohnen ein, um noch vorhandene Glutnester auszumachen und gezielt zu bekämpfen. Am Sonntagnachmittag wurde die Hubschrauber‑Unterstützung eingestellt; die Löscharbeiten auf dem Boden dauern jedoch an, bis vollständig Entwarnung gegeben werden kann.
| Ort | Status (Sonntag) | Maßnahmen |
|---|---|---|
| Hochanger | Brand gelöscht (9.17 Uhr „Band aus“) | Nachkontrollen, Glutnestbekämpfung |
| Oberhalb Kaltenbachtunnel | ~1 Hektar betroffen | Zugänge teils nur zu Fuß, Bodenkräfte |
| Riedlgraben (St. Oswald, Pölstal) | Brand unter Kontrolle | Feuerwehreinsatz vor Ort |
Für Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Gemeinden bedeutet das vor allem erhöhte Vorsicht in der Nähe von Waldrändern und das Befolgen von Absperrungen. Wer in den Einsatzgebieten unterwegs ist, sollte Fahrzeuge nicht unnötig abstellen und auf Anweisungen der Einsatzkräfte achten, damit Logistik und Rettungskräfte ungehindert arbeiten können.
Die Situation verdeutlicht erneut, wie schnell Gewitter mit Blitzschlag in Kombination mit trockenem Unterholz zu gefährlichen Bränden führen können. Die Einsatzorganisation hat großflächig reagiert; ob und welche langfristigen Schäden im betroffenen Waldgebiet verbleiben, wird in den kommenden Tagen beurteilt.