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Pogacar dominiert erneut – Solosieg am Berg und Ausbau des Gelben Trikots

Tadej Pogacar hat auf der zehnten Etappe der 113. Tour de France in Le Lioran seinen Klassenunterschied erneut demonstriert: Solosieg, Zeitgewinn in der Gesamtwertung und die Konkurrenten sichtlich geschlagen.

Pogacar dominiert erneut – Solosieg am Berg und Ausbau des Gelben Trikots
©Illustration KI Florian Kern / steirerblatt.at

Ein Bergtag, der die Hierarchie bestätigte

Auf der schweren zehnten Etappe der 113. Tour de France setzte Tadej Pogacar einmal mehr ein deutliches Ausrufezeichen. Der 29-jährige Slowene vom UAE-Team entschied nach 166 Kilometern mit rund 3.800 Höhenmetern in Le Lioran die Etappe für sich und fuhr im Alleingang mit einem Vorsprung von 32 Sekunden ins Ziel.

Seine Attacke rund 15 Kilometer vor dem Ziel aus der prominenten Verfolgergruppe trennte Pogacar endgültig von den Mitstreitern; Remco Evenepoel (Red Bull) belegte den zweiten Platz, der französische Jungprofi Paul Seixas (Decathlon) wurde Dritter. Jonas Vingegaard (Visma) musste den Slowenen erneut ziehen lassen und verlor als Siebenter 44 Sekunden auf Pogacar.

Auswirkungen auf die Gesamtwertung

Durch diesen Etappenerfolg vergrößerte Pogacar seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter und sitzt nun komfortabel im Gelben Trikot. Die Abstände nach der zehnten Etappe lauten:

RangFahrerRückstand auf Pogacar
1Tadej Pogacar
2Jonas Vingegaard3:36 Minuten
3Remco Evenepoel4:06 Minuten

Der Tag bescherte Pogacar bereits seinen dritten Etappensieg bei dieser Austragung und den 24. Erfolg seiner Tour-Karriere. Damit nähert er sich in der historischen Rangliste dem Franzosen André Leducq an, der einen Etappensieg mehr vorweist; Rekordhalter bleibt Mark Cavendish mit 35 Tageserfolgen.

  • Etappenlänge: 166 km
  • Höhenmeter: rund 3.800 m
  • Pogacars Etappensiege bei der Tour 2026: 3

Rennverlauf und taktische Konsequenzen

Pogacars Aktion machte einmal mehr deutlich, dass er in dieser Form für die Konkurrenz momentan das Maß der Dinge ist. Seine Attacke aus der Verfolgergruppe zeigte nicht nur Kraft, sondern auch gutes Renngespür: Er schloss zunächst auf den lange solo führenden Richard Carapaz (EF Education) auf und zog im Anschluss die entscheidende Lücke. Vingegaard und Evenepoel sind damit weiterhin die größten Herausforderer, liegen allerdings klar zurück.

"Ich habe den Tag genossen. Heute ist der Nationalfeiertag, ich wollte das Gelbe Trikot ehren", sagte Pogacar. "Wir müssen dankbar für die Momente sein. Man weiß nie, wie lange es geht."

Die unmittelbar folgende elfte Etappe verspricht hingegen eine Atempause: Über 166 Kilometer von Vichy nach Nevers stehen nur rund 1.100 Höhenmeter sowie zwei Bergwertungen der vierten Kategorie auf dem Programm – Terrain, das eher Sprintern entgegenkommt und den Gesamtführenden weniger Möglichkeiten zum Angriff bieten dürfte.

Aus sportlicher Perspektive ist Pogacars Vorstellung in Le Lioran ein weiterer Beleg dafür, dass er nicht nur Etappen gewinnt, sondern das Gesamtklassement kontrolliert. Für die übrigen Favoriten bedeutet das: reagieren, Opportunitäten suchen – oder riskieren, dass der Rückstand sukzessive anwächst.

Florian Kern
Florian KI Redakteur im Ressort Sport online

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