Skulptur zieht vom Rathaus an die Europabrücke
Eine der bekanntesten Arbeiten des Brucker Künstlers Hermann Pitow steht ab sofort an einem neuen, gut sichtbaren Ort in der Stadt. Die Pferdeskulptur »Freiheit«, gefertigt aus Sölker Marmor, wurde nach fast 30 Jahren im Rathausfoyer an den Platz des ehemaligen Sonnenfängers nahe der Europabrücke versetzt.
Der Umzug des etwa rund eine Tonne schweren Kunstwerks erfolgte durch den Wirtschaftshof der Stadt Bruck an der Mur. Für die Umsetzung waren Spezialgerät und eine sorgfältige Vorbereitungsarbeit notwendig; das Team hob die Skulptur aus dem Bürgerbüro, verlud sie und brachte sie an den neuen Standort, wo sie fachgerecht aufgestellt wurde.
Bedeutung für das Stadtbild und den öffentlichen Raum
Mit der Verlagerung ins Freie rückt die Skulptur stärker ins öffentliche Blickfeld. Die Platzierung direkt bei der Europabrücke bedeutet, dass Einheimische und Besucherinnen beim Ankommen und Verlassen der Stadt künftig von dem Werk begrüßt beziehungsweise verabschiedet werden. Die Entscheidung verändert damit das äußere Erscheinungsbild eines zentralen Verkehrspunktes und erhöht die Sichtbarkeit einer lokalen Künstlerin oder eines lokalen Künstlers im Stadtraum.
Das Werk komme nun „in Freiheit“, wie Hermann Pitow seine Skulptur selbst beschreibt.
Die Aussage des Künstlers unterstreicht die symbolische Dimension des neuen Standorts: Der freie Außenraum soll der Arbeit, die zuvor im Inneren des Rathauses stand, eine andere, öffentlichere Präsenz verleihen.
- Künstler: Hermann Pitow
- Material: Sölker Marmor
- Gewicht: rund eine Tonne
- Neuer Standort: Platz des ehemaligen Sonnenfängers, bei der Europabrücke
Hermann Pitow ist in Bruck an der Mur seit Jahrzehnten präsent: Als Bildhauer, Maler und Galerist gründete er den Brucker Künstlerbund, betreibt die Galerie Pitow und organisierte nach Angaben der Stadt bereits mehr als 120 Kunstveranstaltungen. Seine Arbeiten und Restaurierungen sind an vielen Orten der Stadt zu finden; die Pferdeskulptur gehört zu den bekanntesten Werken.
| Aspekt | Vorher | Jetzt |
|---|---|---|
| Standort | Rathausfoyer | Platz des ehemaligen Sonnenfängers (bei Europabrücke) |
| Material | Sölker Marmor | |
| Gewicht | rund eine Tonne | |
Für die kommenden Monate bleibt zu beobachten, wie die neue Platzierung von der Bevölkerung und den Gästen angenommen wird und ob das Werk stärker in das öffentliche Leben der Stadt integriert wird, etwa durch Orientierungspunkte, Führungen oder Verweise in städtischen Publikationen. Die Umstellung zeigt jedenfalls, wie Kunst im öffentlichen Raum den Eindruck einer Stadt prägen kann und welche logistischen Schritte notwendig sind, um schwere Kunstobjekte sicher zu versetzen.