Stadtbibliothek erweitert Service: Gegenstände statt nur Bücher
Die Stadtbibliothek in Schwäbisch Gmünd hat ein neues Ausleihangebot gestartet: Unter dem Namen „Dingeleih“ können Bürgerinnen und Bürger künftig nicht nur Bücher, sondern auch Alltagsgegenstände und Freizeitartikel temporär ausleihen. Initiatorin und Leiterin der Bibliothek ist Daniela Geiger, die den Start des Angebots als gelungen beschreibt.
Das Sortiment umfasst laut Mitteilung zunächst 56 Gegenstände. Beispiele sind eine Wildtierkamera, ein Boule-Spiel sowie eine Sofortbildkamera (Instax Mini). Die Ausleihe läuft ähnlich wie bei klassischen Bibliotheksmedien ab: Nutzerinnen und Nutzer erhalten die Gegenstände für einen definierten Zeitraum, ein in der Meldung genanntes Beispiel nennt vier Wochen Nutzungsdauer für die Wildtierkamera.
Förderung und Motivation: Klima und Teilhabe
Finanziert wurde das Projekt durch den Freundeskreis der Stadtbibliothek mithilfe von Fördermitteln aus dem Programm „KickstartKlima“ der „Allianz für Beteiligung“. Als Startkapital stehen nach Angaben rund 6.000 Euro zur Verfügung, die für Anschaffung und Ausstattung verwendet wurden. Das Projekt verfolgt demnach zwei Ziele: die Reduktion von CO2-Ausstoß durch weniger Neuanschaffungen und die Förderung sozialer Teilhabe.
„Unsere ‚Dingeleih‘ leistet einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und auch zu sozialer Teilhabe“, sagte Daniela Geiger.
Die Trägerschaft hebt hervor, dass das Angebot es Menschen ermöglicht, selten benötigte Gegenstände auszuprobieren, ohne sie dauerhaft anschaffen zu müssen — ein Punkt, der sowohl ökonomische als auch ökologische Entlastung verspricht.
- Größe des Startbestands: 56 Gegenstände
- Beispielgegenstände: Wildtierkamera, Boule-Spiel, Instax Mini
- Finanzierung: Fördermittel (KickstartKlima) und Freundeskreis
| Aspekt | Detail |
|---|---|
| Anfangsbestand | 56 Gegenstände |
| Förderprogramm | KickstartKlima (Allianz für Beteiligung) |
| Finanzvolumen | rund 6.000 Euro |
Bedeutung für den Bezirk
Auch für Haushalte und Initiativen im Bezirk Gmünd bietet das Beispiel aus Schwäbisch Gmünd eine konkrete Anregung: Durch Ausleihkonzepte lassen sich Anschaffungskosten senken, Lagerbedarf minimieren und Ressourcenverbrauch reduzieren. Vereine, Freiwillige oder kommunale Einrichtungen könnten ähnliche Modelle prüfen, um etwa Geräte für temporäre Projekte oder selten genutzte Werkzeuge gemeinschaftlich bereitzustellen.
Die Finanzierung über örtliche Freundeskreise und zweckgebundene Fördermittel zeigt zudem einen gangbaren Weg zur Implementierung ohne erhebliche Ausgaben der Stadtkasse. Für Interessenten bleibt zu klären, welche Ausleihbedingungen, Haftungsregelungen und Hygieneanforderungen gelten — Punkte, die Bibliotheken bei der Umsetzung berücksichtigen sollten.
Das Projekt wurde nach eigenen Angaben rechtzeitig umgesetzt, bevor die genannte Projektförderung im Mai endete. Damit gehört Schwäbisch Gmünd zu den frühen Kommunen mit einem solchen Angebot.