Trauer um prägende Kraft der Gmünder VHS
Die Volkshochschule Schwäbisch Gmünd hat den Tod von Ina Siebach‑Nasser bekanntgegeben. Die 46‑Jährige, die als Leiterin der Jugendkunstschule und des Fachbereichs Kunst und Kreativität tätig war, verstarb am 29. Juli nach einer schweren Krebserkrankung.
Siebach‑Nasser galt als treibende Kraft hinter mehreren für die Stadt sichtbaren Kulturprojekten. Unter ihrer Leitung entstanden Formate und Aktionen, die das lokale Kunstangebot erweiterten und neue Zielgruppen erreichten. Zu den bekanntesten Initiativen zählen das JKSmobil, das Treppenhauskonzert und der Kleidertausch. Zudem kuratierte sie Ausstellungen, unter anderem mit dem Künstler Jan Hendrik Pelz.
Netzwerk und Räume
Besonders hervorgehoben wird in der Würdigung der VHS ihr Engagement für die Vernetzung: Sie knüpfte Beziehungen zu Künstlerinnen, Künstlern und Handwerkerinnen, die zu neuen Kursangeboten und Kooperationen führten. Im vergangenen Jahr begleitete Siebach‑Nasser außerdem die Eröffnung der neuen Atelierräume im Kepplerhaus, ein Projekt, das sowohl räumlich als auch programmatisch das Angebot der VHS erweiterte.
„Das Team der Gmünder VHS würdigt sie als fachkundige Kunsthistorikerin und Kunstpädagogin, deren Kreativität, Lachen und besondere Art unendlich fehlen werden.“
Die VHS hebt in ihrer Mitteilung hervor, dass ihr die Kursleitenden besonders am Herzen lagen; sie betrachtete sie als das Fundament der erfolgreichen Arbeit. Diese Hervorhebung deutet auch auf die praktische Bedeutung ihres Verlustes für das lokale Kursgeschehen hin: Laufende Angebote, Kooperationen und die Betreuung junger Teilnehmender werden in den kommenden Wochen organisatorisch aufgearbeitet werden müssen.
Konkrete Folgen für Teilnehmende und Kooperationspartner
- Programmplanung: Künftige Semesterprogramme könnten Anpassungen erfahren, wenn Projekte vorübergehend ohne ihre Koordination weiterlaufen.
- Kursleiter‑Netzwerk: Beziehungen zu externen Lehrenden und Künstlern, die Siebach‑Nasser etabliert hat, bleiben bestehen, bedürfen aber neuer Ansprechpartnerinnen.
- Atelierräume im Kepplerhaus: Die Nutzung und weitere Entwicklung der Räume ist gesichert, die inhaltliche Ausrichtung wird künftig neu abgestimmt werden müssen.
Die Nachricht vom Tod einer zentralen Mitarbeiterin einer Kulturinstitution betrifft nicht nur das Team der VHS, sondern auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Eltern und Kooperationspartner in Schwäbisch Gmünd. Konkrete Informationen zu Trauerfeier oder Gedenkveranstaltungen hat die VHS in ihrer Mitteilung nicht genannt; diesbezügliche Ankündigungen sind abzuwarten.
| Person | Rolle | Alter / Datum |
|---|---|---|
| Ina Siebach‑Nasser | Leiterin Jugendkunstschule, Fachbereich Kunst und Kreativität | 46 Jahre / verstorben 29. Juli |
Die VHS betont in ihrer Würdigung die fachliche Kompetenz Siebach‑Nassers als Kunsthistorikerin und Kunstpädagogin sowie ihre persönliche Art. Für viele im kulturellen Umfeld der Stadt bedeutet ihr Tod einen großen Verlust; zugleich stehen die Mitarbeitenden und das Netzwerk nun vor der Aufgabe, die begonnenen Projekte und Angebote verlässlich fortzuführen.