Lokales Engagement gegen Leistungsdruck
In Gmünd haben drei Frauen mit Spraydosen und Schablonen vor Schulen sichtbare Zeichen gegen den Druck der Zeugnisausgabe gesetzt. Kerstin Fehst, Johanna Hörter und Jessica Bisetto malten laut Bericht vor dem Parler-Gymnasium, am Hans-Baldung-Gymnasium und an weiteren Einrichtungen ermutigende Botschaften auf den Boden. Anlass war die bevorstehende Zeugnisübergabe am 29. Juli.
Die Aktion ist nach Angaben der Initiatorinnen bereits im zweiten Jahr in Folge zu sehen: Vor drei Jahren habe Fehst begonnen, damals an fünf Schulen, inzwischen seien es deutlich mehr. Die Frauen wollen mit ihren Nachrichten deutlich machen, dass Schulleistungen nicht die ganze Persönlichkeit abbilden.
Wer beteiligt ist und wie vorgegangen wurde
- Initiatorinnen: Kerstin Fehst (Resilienzcoach, lebt und arbeitet in Gmünd), Johanna Hörter (zertifizierte Lernberaterin) und Jessica Bisetto (Kinder- und Jugendcoach).
- Unterstützung: Eine vierte Mitstreiterin, Jessica Hrusa (Resilienz- und Selbstbehauptungstrainerin), war nach Angaben der Gruppe diesmal krankheitsbedingt nicht dabei.
- Format: Schriftzüge in Farben vor Schulhöfen; genannte Botschaften wie
„Du bist mehr als dein Zeugnis“
und„Du bist keine Note“
sollen unmittelbar sichtbar sein.
Die Aktion richtet sich an Schüler:innen, die die Zeugnisnoten als Belastung empfinden können, sowie an deren Eltern und Lehrkräfte. Nach Darstellung der Organisatorinnen solle an diesem letzten Schultag vor den Ferien nicht allein die Zahl auf dem Papier zählen.
Konkrete Zahlen und Orte
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Anzahl Schulen (je nach Bericht) | 13 bis 16 |
| Erstes Engagement | vor drei Jahren an fünf Schulen |
| Datum der Zeugnisübergabe | 29. Juli |
Für Eltern und Schulen in Gmünd ist die Aktion ein greifbares Beispiel, wie psychosoziale Themen im lokalen Raum sichtbar gemacht werden können. Ob die Botschaften Zustimmung oder Kritik aus dem schulischen Umfeld hervorrufen, geht aus dem Bericht nicht detailliert hervor; die Organisatorinnen betonen jedoch die Absicht, Druck zu mindern und Selbstwert unabhängig von Noten zu stärken.
Die Initiative ist sowohl ein Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung von Leistungsdruck als auch ein Hinweis darauf, wie Einzelpersonen mit vergleichsweise geringem Aufwand Aufmerksamkeit für mentale Gesundheit erzeugen können. Für Familien im Bezirk bleibt die zentrale Frage, wie Schule und Elternhaus Schüler:innen am besten durch Zeugnisphasen begleiten — die Sprüh-Botschaften setzen dazu einen sichtbaren Impuls.