Planänderung soll Lkw-Belastung in Feldkirch verringern
Beim Großprojekt Stadttunnel Feldkirch hat die zuständige Landesabteilung eine Umstellung des Bauablaufs beschlossen, die für Anrainer spürbare Entlastung bringen soll. Statt des ursprünglich geplanten zweigeteilten Vorhabens mit mehreren Baustellen wird nun angedacht, den Tunnel von einer Seite — der Felsenau — aus komplett zu errichten und anschließend im Jahr 2030 vollständig zu eröffnen.
Die Entscheidung bedeutet konkret, dass der vorgesehene Tunnelast von Tosters nicht mehr gebohrt werden soll. Für die Menschen in Feldkirch hat das direkte Folgen: Der anfallende Aushub würde unterirdisch abgeführt, wodurch zahlreiche Lkw-Fahrten über den Kapfweg, durch den Ardetzenbergtunnel und über die stark frequentierte Bärenkreuzung wegfallen würden.
Zusätzlich ist vorgesehen, für den Materialtransport auf der Baustelle elektrische Lkw einzusetzen, um die Belastung für Umwelt und Anrainer weiter zu reduzieren. Landesbehörden sehen in dem geänderten Ablauf auch Einsparpotenzial bei Bau- und Logistikkosten.
Umweltprüfung und Beteiligung der Bevölkerung
Weil die Änderung rechtlich relevant ist, muss sie durch ein formales UVP-Verfahren begleitet werden. Die überarbeiteten Unterlagen liegen nun digital zur Einsicht in den betroffenen Gemeinden auf; die Einsichtsfrist beträgt sechs Wochen. In diesem Zeitraum können Bürgerinnen und Bürger Stellungnahmen zum neuen Ablauf abgeben.
Parallel zu diesen Planungsschritten laufen die Bauarbeiten weiter: Seit dem Tunnelanschlag im vergangenen März wird im Haupttunnel vorgetrieben, und auch der Fluchtstollen ist bereits in Arbeit. Der derzeitige Vortrieb auf der Felsenau-Seite soll laut Landesangaben bis Herbst 2026 abgeschlossen sein.
- Geplanter Eröffnungstermin: 2030 (Komplett-Eröffnung)
- Vortrieb Felsenau abgeschlossen: bis Herbst 2026
- Öffentliche Einsicht/Frist: sechs Wochen für die überarbeiteten UVP-Unterlagen
| Aspekt | Stand |
|---|---|
| Bauabschnitt | Kompletter Vortrieb von Felsenau geplant |
| Beteiligung | UVP-Unterlagen sechs Wochen digital einsehbar |
| Umweltmaßnahmen | Elektro-Lkw geplant; unterirdischer Schutttransport |
Für Anrainer bedeutet die Neuausrichtung eine spürbare Verringerung des Schwerverkehrs im Stadtgebiet – ein Aspekt, der nicht nur den Verkehrsfluss verbessert, sondern auch Lärm- und Feinstaubbelastung senken dürfte. Konkrete Aussagen zu Einsparungen bei Lärm, Emissionen oder Kosten nennt das Land bislang nicht; diese Ergebnisse dürften jedoch Teil der laufenden UVP sein.
Die Möglichkeit zur Einsichtnahme und Stellungnahme eröffnet Betroffenen und Interessierten die Chance, Fragen oder Bedenken formell einzubringen, bevor die geänderten Pläne rechtskräftig werden. Wo und wie die Dokumente genau abrufbar sind, wurde vonseiten des Landes als digital hinterlegt angekündigt; Angaben zu physischen Auslageorten wurden in der Mitteilung nicht genannt.
Für Bewohnerinnen und Bewohner von Feldkirch bleibt die Frage offen, wie sich die veränderte Baustellenlogistik konkret auf tägliche Verkehrsführungen und zeitweilige Einschränkungen auswirken wird. Sobald die UVP abgeschlossen und die Behördenentscheidungen vorliegen, sind weitere Details und verbindliche zeitliche Abläufe zu erwarten.