Tour durch Vulkanland: Vom Tischlerbetrieb bis zur Schokoladenmanufaktur
Landesrat Willibald Ehrenhöfer, zuständig für Finanzen und Wirtschaft, hat bei einem sogenannten Heimatbesuch Stationen im Vulkanland besucht. Die Tour startete in Fehring auf Einladung von Landtagsabgeordnetem Franz Fartek und führte zu Betrieben, die für die wirtschaftliche Identität der Region stehen: einer Tischlerei mit internationaler Ausrichtung, einer Schokoladenmanufaktur und einer Essig- und Schnapsbrennerei.
Handwerk mit globaler Reichweite
Die Tischlerei Cserni in Fehring präsentiert sich nicht als klassischer Handwerksbetrieb, sondern als großzügig aufgestellter Anbieter für Sonderanfertigungen im gehobenen Segment. Geschäftsführer Andreas Dornik betonte, dass das Unternehmen in dritter Generation zu einem Partner für Großprojekte ausgebaut worden sei. Beispiele aus der Kommunikation des Betriebs nennen Projekte wie die Elbphilharmonie oder den Flughafen Wien, außerdem Ladenbau für internationale Modehäuser.
- Stationen der Visite: Tischlerei Cserni (Fehring), Schokoladenmanufaktur Zotter (Bergl), Essig- und Schnapsmanufaktur Gölles.
- Schwerpunkte: Handwerkliche Exzellenz, Kulinarik, Exportproblematik und Bürokratieabbau.
- Regionale Marken: Lilli (Fehring), Zotter (Bergl), Gölles.
Die Verbindung von hochwertigem Handwerk und regionaler Kulinarik sieht Dornik als Standortvorteil: Man könne Besuchern aus dem Ausland in unmittelbarer Nähe zeigen, «was diese Region nicht nur handwerklich, sondern auch kulinarisch im Stande ist zu leisten.»
„Wenn wir Besuch von internationalen Konzernen haben, können wir im engsten Umkreis zeigen, was diese Region nicht nur handwerklich, sondern auch kulinarisch im Stande ist zu leisten.“ — Andreas Dornik
Bürokratische Hürden beim Export
Bei den Betriebsbesichtigungen thematisierten Unternehmerinnen und Unternehmer die Schwierigkeiten beim innergemeinschaftlichen Export und andere administrative Belastungen. Julia Zotter führte Ehrenhöfer durch die Produktion der Schokoladenmanufaktur, wobei Exportregularien zur Sprache kamen. Auch Alois Gölles stellte bürokratische Hürden bei der Herstellung und dem Vertrieb von Essig- und Schnapsprodukten heraus.
Landesrat Ehrenhöfer signalisierte Offenheit für die Anliegen der Betriebe. Er nannte Bürokratieabbau als eine prioritäre Aufgabe und formulierte dies so: Unternehmen sollen informiert werden, «was im Rahmen der gesetzlichen Rahmenbedingungen möglich ist und aufhören, zu verdeutlichen, was nicht möglich ist.»
Was bedeutet das konkret für den Bezirk Südoststeiermark?
Für den Bezirk hat die Visite mehrfache Bedeutung: Zum einen stellt die internationale Präsenz einiger Betriebe einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar, der Arbeitsplätze sichert und Fachkompetenz bindet. Zum anderen zeigen die Gespräche, dass administrative Hürden bei Exporten den Handlungsspielraum regionaler Produzenten einschränken können. Ein deutlicheres Signal aus der Landespolitik für vereinfachte Abläufe würde betroffenen Unternehmen kurzfristig Planungssicherheit bringen, langfristig aber auch die Wettbewerbsfähigkeit der Region stärken.
| Datum | Personen | Stationen |
|---|---|---|
| 30. Juli 2026 | Willibald Ehrenhöfer, Franz Fartek | Cserni (Fehring), Zotter (Bergl), Gölles |
Für Unternehmerinnen und Unternehmer im Bezirk bleibt wichtig, diese Themen weiter öffentlich zu machen und konkrete Beispiele für bürokratische Hindernisse zu dokumentieren. Landesweite Initiativen zum Bürokratieabbau könnten für die Betriebe im Vulkanland direkte Entlastungen bringen; die jetzt geführten Gespräche sind dazu ein erster, wichtiger Schritt.