Starke Gewitter haben am Freitagabend im Bezirk Imst zu mehreren Murenabgängen geführt, die die L246 Hahntennjochstraße zwischen Imst und der Passhöhe blockierten. Betroffen sind mehrere Stellen der Passstraße, die das Inntal mit dem Lechtal verbindet. Infolge der Ereignisse ist die Straße für den gesamten Verkehr gesperrt; die Aufräumarbeiten der Straßenmeisterei Zams laufen seit Freitagnacht.
Ausmaß der Schäden und Maßnahmen
Nach derzeitiger Einschätzung der Einsatzkräfte wurden an verschiedenen Abschnitten insgesamt vier Muren auf die Fahrbahn geschwemmt. Zusätzlich kam es im Valsertal zu einem besonders gravierenden Schadensbild: Eine Mure verschob den Parkplatz, an dem Wanderer ihre Fahrzeuge geparkt hatten, und riss eine Brücke weg. In diesem Zusammenhang mussten elf Wanderer aus dem betroffenen Gebiet ausgeflogen werden.
- Betroffene Straße: L246 Hahntennjochstraße
- Anzahl Muren: 4
- Evakuierte Personen: 11 Wanderer (aus Valsertal ausgeflogen)
- Voraussichtliche Sperrdauer: bis Samstagabend (vorläufige Schätzung)
Konkrete Folgen für den Verkehr und die Bevölkerung
Die Sperre unterbricht die direkte Verbindung zwischen Inntal und Lechtal über das Hahntennjoch. Das hat für Pendler, land- und forstwirtschaftliche Transporte sowie Tourismusbetriebe unmittelbare Auswirkungen, weil längere Ausweichrouten nötig sein können. Die Straßenmeisterei Zams ist mit Räum- und Sicherungsarbeiten beschäftigt; eine vollständige Freigabe der Passstraße war zum Zeitpunkt der Meldung nicht möglich.
Für Bewohnerinnen und Bewohner in den betroffenen Seitentälern bedeutet die Lage erhöhte Vorsicht: Nach Unwettern besteht weiterhin Rutsch- und Steinschlaggefahr an Hängen und entlang von Zufahrtsstraßen. Notwendige Evakuierungen können bei nachfolgenden Hangrutschungen kurzfristig erforderlich werden.
| Einheit | Anzahl / Status |
|---|---|
| Murenabgänge | 4 |
| Evakuierte Wanderer | 11 |
| Brückenverlust (Valsertal) | 1 zerstört |
| Voraussichtliche Sperrdauer | bis Samstagabend (vorläufig) |
Was Anrainer und Reisende jetzt wissen sollten
Anrainer sollten kurzfristig die Hinweise der lokalen Einsatzkräfte beachten und Befahrungsverbote respektieren. Für Reisende gilt: Planen Sie alternative Routen und informieren Sie sich vor Fahrtantritt über den aktuellen Straßenzustand. Die Straßenmeisterei Zams führt die Aufräum- und Sicherungsarbeiten durch; eine Wiederöffnung der Hahntennjochstraße kann erst erfolgen, wenn Gefahrenstellen beseitigt und die Infrastruktur überprüft ist.
Die Lage bleibt wetterabhängig. Sollte sich die Wetterlage verschlechtern, sind weitere Schadensfälle oder zusätzliche Sperren nicht ausgeschlossen. Für die betroffenen Gemeinden sind nun die Aufräum- und Wiederherstellungsarbeiten von zentraler Bedeutung, insbesondere im Valsertal, wo die Instandsetzung der zerstörten Brücke längerfristige Folgen für die Erreichbarkeit haben dürfte.