Zusammenstoß in Lagergang: junge Mitarbeiterin verletzt
Bei einem Arbeitsunfall in einem Lagerbetrieb in Rietz am Vormittag des 9. Juli wurde eine 20-jährige Mitarbeiterin verletzt, nachdem zwei Flurförderfahrzeuge kollidiert waren. Der Fuß der Frau wurde dabei zwischen einem Trittbrett und einer Palette eingeklemmt. Nach Erstversorgung durch Notarzt und Rettungsdienst brachte man die Verletzte ins Bezirkskrankenhaus Zams.
Ablauf des Unfalls und Einsatzgeschehen
Die Kollision geschah gegen 11.25 Uhr in einem Gang des Lagerbetriebs. Eine 50-jährige Kollegin hatte ihr Flurförderfahrzeug abgestellt, um Artikel auf Paletten zu laden. Zur selben Zeit rückte ein weiteres Flurförderfahrzeug in entgegengesetzter Richtung zur Ladestation; die 20-Jährige stand dabei auf dem Trittbrett und schaute entgegen der Fahrtrichtung. Trotz Warnrufe der 50-Jährigen kam es zum Zusammenstoß, bei dem der Fuß der jungen Frau eingeklemmt wurde.
- Einsatzkräfte: Rettungstransportwagen, Notarzt, Polizeistreife
- Versorgung: Erstversorgung vor Ort, anschließend Transport ins Bezirkskrankenhaus Zams
- Schadensbild: Verletzungen unbestimmten Grades
Bedeutung für Arbeits- und Gesundheitsschutz
Der Vorfall hebt die Risiken in Bereichen mit engem Verkehrsraum und wechselnden Arbeitsbewegungen hervor. Besonders kritisch sind Sichtverhältnisse beim Rückwärtsfahren von Flurförderfahrzeugen und das Verhalten von Beschäftigten auf Trittbrettern. Für Betroffene und Betriebe im Bezirk Imst sind drei Punkte relevant:
- Risikomanagement in Kommissioniergängen — klare Fahrwege, Markierungen und Verkehrsregeln
- Ausbildung und Unterweisung von Fahrpersonal, insbesondere zu rückwärts gerichteter Fahrt und Warnsignalen
- Präventive Maßnahmen wie Spiegel, Kamerasysteme oder fixe Haltebereiche, damit abgestellte Förderfahrzeuge nicht im Fahrweg stehen
Was jetzt zu beachten ist
Für Beschäftigte gilt: auf Warnrufe reagieren, Fahrtrichtung im Blick behalten und auf dem Fahrzeug nur dort stehen, wo es vorgesehen ist. Arbeitgeber sollten interne Abläufe überprüfen und bei Bedarf Maßnahmen zur Vermeidung ähnlicher Unfälle setzen. Bei Arbeitsunfällen ist außerdem die Meldung an die zuständigen Aufsichtsbehörden Teil des weiteren Prozederes.
| Zeitpunkt | Ort | Betroffene |
|---|---|---|
| 9. Juli, ca. 11.25 Uhr | Lagergang, Rietz | 20-jährige Mitarbeiterin |
Die Polizei war am Einsatz beteiligt; nähere Ermittlungen zur Unfallursache und mögliche arbeitsschutzrechtliche Konsequenzen bleiben abzuwarten. Für den betroffenen Betrieb bedeutet der Vorfall neben der personellen Belastung auch organisatorische Nacharbeiten, um die Sicherheit der Belegschaft zu gewährleisten.
Leserinnen und Leser im Bezirk Imst sollten Arbeitswege und Lagerbereiche in ihren Betrieben prüfen und offene Fragen mit Betriebsrat, Arbeitsinspektorat oder zuständigen Fachkräften für Arbeitssicherheit klären.