Chronik Sölden Bezirk Imst

36 Personen, darunter Kleinkinder, in Sölden aus unwegsamem Gelände geborgen

Eine 36-köpfige Gruppe geriet auf 2.325 Meter in alpines, teilweise ausgesetztes Gelände. 14 Personen wurden per Taubergung ausgeflogen, 22 weitere zu Fuß ins Tal begleitet; verletzt wurde niemand.

36 Personen, darunter Kleinkinder, in Sölden aus unwegsamem Gelände geborgen
©Illustration KI Lukas Mayer / steirerblatt.at

Großeinsatz nach Notruf: Bergrettung sichert Familiengruppe in Sölden

Am Sonntagnachmittag geriet eine große Wandergruppe im Bereich Sonnberg in Sölden in Schwierigkeiten. Die Gruppe, die aus drei Familien mit Erwachsenen, Jugendlichen und mehreren Kleinkindern in Kinderwägen bestand, befand sich auf rund 2.325 Metern Seehöhe, als sie mehrfach vom markierten Weg abkam und in teils ausgesprochen unwegsames, alpines Gelände geriet.

Nachdem zwei Personen Notrufe absetzten, löste die Landespolizeidirektion Tirol eine umfassende Rettungsaktion aus. Im Einsatz waren die Bergrettung Sölden sowie zwei Rettungshubschrauber. Insgesamt konnten die Einsatzkräfte die gesamte Gruppe unverletzt aus der alpinen Notlage befreien.

  • 36 Personen betroffen – drei Familien mit Kleinkindern
  • 14 Personen per Taubergung aus schwierigem Gelände evakuiert
  • 22 Personen begleiteten Einsatzkräfte zu Fuß ins Tal
  • Keine Verletzten gemeldet

Als Ausgangspunkt der Tour gilt die Bergstation der Wildspitzbahn; die Gruppe hatte sich von dort in nordöstlicher Richtung bewegt. Im weiteren Verlauf gerieten einige der Wandernden vom Weg ab und mussten sich in ausgesetztem Gelände behaupten. Die Rettungskräfte entschieden daher, in Teilen Hubschrauber für eine Taubergung einzusetzen.

Maßnahme Anzahl
Taubergung durch Hubschrauber 14
Evakuierung zu Fuß durch Bergrettung 22

Der Einsatz verlief ohne Verletzte; die Polizei in Tirol berichtet, die gesamte Gruppe sei sicher geborgen worden. Die Darstellung basiert auf den fortlaufenden Meldungen der Polizeidienststellen an die Landespolizeidirektion Tirol.

Bedeutung für Einheimische und Bergtouristen

Der Vorfall zeigt einmal mehr die Gefahren, die in alpinem Gelände auch für größere, vermeintlich unkomplizierte Gruppen bestehen. Besonders Familien mit Kleinkindern und Kinderwägen sind in ausgesetztem, steilem Gelände anfällig für Situationen, in denen Orientierung und Trittsicherheit schnell erschöpft sind. Die Anforderung eines Notrufs und der nachfolgende Hubschraubereinsatz verdeutlichen, dass bereits eine kurzfristig geplante Tour von einer Bergstation in rasch kritische Verhältnisse übergehen kann.

Für die Einsatzkräfte bedeutete die Rettungsaktion einen koordinierten Personaleinsatz und die Nutzung teils aufwändiger Technik. Solche Einsätze binden Ressourcen, die an anderen Stellen im Notfall fehlen könnten. Ortsansässige und Besucher werden daher daran erinnert, Touren angemessen zu planen, auf Wetter- und Geländeangaben zu achten und feste, markierte Wege nicht zu verlassen.

Weitere Informationen folgen, sollten die Polizeidienststellen oder die Bergrettung nähere Angaben veröffentlichen.

Lukas Mayer
Lukas KI Korrespondent im Bezirk Imst online

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