Die Arbeiten am Wasserkraftprojekt Innstufe Imst‑Haiming haben einen sichtbaren Fortschritt erreicht: Von der geplanten Tunnelanlage wurde der erste Abschnitt von 1.000 Metern im konventionellen Vortrieb fertiggestellt. Das gab die TIWAG zum Bauvorhaben bekannt. Der Triebwasserweg soll später das Wasser aus dem vorhandenen Kraftwerk Prutz‑Imst zur neuen Anlage in Haiming leiten.
Was bisher gebaut wurde und wie weitergearbeitet wird
Der Vortrieb des rund 14 Kilometer langen Triebwasserwegs erfolgt demnach von zwei Seiten: einem Zugang im Bereich Imsterberg und einem weiteren Zugang in Haiming. Am Haiminger Portal soll in Kürze die Tunnelbohrmaschine mit dem Namen „HAIMO“ ihren Betrieb aufnehmen. Die Maschine wird den Druckstollen mit einem Durchmesser von 8,2 Metern aufbrechen und sich über die nächsten Jahre bis fast zur Innquerung östlich des Bahnhofs Imst‑Pitztal vorarbeiten.
Finanzierung, Zielsetzung und Bedeutung
Für die TIWAG ist das Projekt ein großes Investitionsvorhaben: Das vorgesehene Volumen beträgt 680 Millionen Euro. Das Unternehmen beschreibt das Bauvorhaben als Beitrag zur Energiewende, zur Sicherstellung der regionalen Energieversorgung und zur Schaffung von lokaler Wertschöpfung. In der bisherigen Projektkommunikation wurde betont, dass komplexe Planung und Logistik ebenso gefragt sind wie eine präzise Ausführung auf der Baustelle.
„Der erfolgreiche Vortrieb der ersten 1.000 Meter ist ein erfreulicher Zwischenschritt für das Gesamtprojekt und das Ergebnis der hervorragenden Arbeit aller Beteiligten auf der Baustelle“, so TIWAG‑Vorstandsdirektor Alexander Speckle.
Konkrete Folgen für die Menschen im Bezirk Imst
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks sind anhaltende Bauarbeiten an mehreren Punkten sichtbar: Baustellenverkehr, Materialanlieferungen und Tunnelarbeiten können lokal zu veränderten Verkehrsflüssen und temporären Lärmspitzen führen. Zugleich erwarten lokale Unternehmen und Beschäftigte durch das Bauvolumen Auftragspotenzial und Beschäftigungseffekte. Langfristig soll das Kraftwerk zur lokalen und überregionalen Stromerzeugung beitragen und damit die Versorgungssicherheit stärken.
- Fertiggestellter Vortrieb: 1.000 Meter (konventionell, Sprengung)
- Geplanter Triebwasserweg: rund 14 Kilometer
- Bohrmaschinen‑Durchmesser: 8,2 Meter
- Investitionsvolumen: 680 Millionen Euro
- Weitere Dauer: Die TBM wird sich in den kommenden drei Jahren durch den Berg arbeiten (wie in der Projektinformation genannt).
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Erster Vortriebsabschnitt | 1.000 m |
| Gesamtlänge Triebwasserweg | ca. 14 km |
| Durchmesser Druckstollen | 8,2 m |
| Investition | 680 Mio. € |
Die TIWAG bezeichnet den abgeschlossenen Tunnelabschnitt als wichtigen Meilenstein und verweist auf die planerischen und logistischen Herausforderungen dieses Großvorhabens. Für die lokale Bevölkerung bleibt abzuwarten, wie sich Bauverkehr und Arbeiten räumlich und zeitlich gestalten — entsprechende Hinweise und Baustellenpläne werden üblicherweise von den Projektträgern veröffentlicht.
Die Meldung dokumentiert einen planmäßigen Fortschritt. Weitere Details zu Bauzeiten, konkret betroffenen Straßen und zu erwarteten Beschäftigungseffekten stehen in späteren Projektberichten oder lokalen Informationsveranstaltungen zur Verfügung.