Sturm verpasst den Aufstieg
Für den SK Sturm Graz ist der Weg im ÖFB-Cup beendet. Die Grazer unterlagen am Donnerstag bei Austria Lustenau mit 2:3 und mussten damit im Achtelfinale die Segel streichen. Die Vorarlberger nutzten ihre Möglichkeiten konsequenter und feierten den ersten Sieg ihrer Vereinsgeschichte gegen Sturm.
Die Partie begann aus Grazer Sicht mit einer frühen Warnung. Austria Lustenau kam bereits in der zwölften Minute zu einer großen Gelegenheit, ehe Sturms Torhüter Ammar Helac klärte. Kurz darauf wurde die Grazer Abwehr bei einer Flanke von Fabian Gmeiner nicht energisch genug. Lenn Jastremski köpfelte zur Führung ein. Beim zweiten Treffer blieb Sturm nach einem Eckball die entscheidende Klärung schuldig, Dominik Weixelbraun verwertete die anschließende Möglichkeit per Volley.
Erst nach dem Rückstand fand die Mannschaft aus Graz besser in die Begegnung. Den Anschlusstreffer leitete Luis Balbo mit einer Freistoßflanke ein. Petar Petrovic wurde am langen Fünfereck nicht bewacht und verkürzte per Kopf. Bis zur Pause erhöhte Sturm den Druck, doch Austria-Torhüter Domenik Schierl verhinderte gegen Valmir Matoshi und Jon Gorenc Stankovic den Ausgleich. Beide Grazer Abschlüsse parierte er in der 41. Minute.
Jastremski entscheidet die Partie
Nach dem Seitenwechsel übernahm Lustenau zunächst wieder mehr Kontrolle. Helac bewahrte Sturm in der 49. Minute vor einem weiteren Gegentreffer, wenig später war der Grazer Schlussmann jedoch erneut machtlos. Nach einem Konter gelangte der Ball über mehrere Stationen zu Jastremski, der überlegt zum 3:1 abschloss. Für den Angreifer war es bereits der zweite Treffer des Abends.
| Spielminute | Ereignis |
|---|---|
| 16. | Jastremski stellt auf 1:0 |
| 26. | Weixelbraun erhöht auf 2:0 |
| 35. | Petrovic verkürzt für Sturm |
| 65. | Jastremski erzielt das 3:1 |
| 80. | Seidl erzielt den zweiten Grazer Treffer |
Sturm gab sich danach nicht geschlagen, blieb im eigenen Ballbesitz aber über längere Phasen ohne ausreichende Ideen. Ein weiter Abschlag von Paul Koller brachte die Gäste zurück ins Spiel: Simon Seidl tauchte allein vor dem Tor auf und stellte in der 80. Minute den Anschluss her. Die beste Möglichkeit auf den Ausgleich vergab Petrovic fünf Minuten später, als er den Ball aus kurzer Distanz über die Latte setzte.
Grazer Aufholjagd bleibt unbelohnt
In der Schlussphase kam Lustenau dem vierten Treffer näher als Sturm dem Ausgleich. Die Vorarlberger verteidigten ihren Vorsprung und sorgten damit für eine Cup-Überraschung. Der Grazer Cheftrainer Fabio Ingolitsch war wegen einer Sperre nicht auf der Bank, die Mannschaft wurde von Co-Trainer Christoph Witamwas betreut.
- Endstand: Austria Lustenau – SK Sturm Graz 3:2
- Sturm-Torschützen: Petar Petrovic und Simon Seidl
- Besonderheit: Austria Lustenau gewann erstmals gegen Sturm
Austria-Trainer Markus Mader zeigte sich nach dem historischen Erfolg zufrieden mit der Reaktion seiner Mannschaft. „Ich bin richtig happy über den Aufstieg, aber auch darüber, wie sich die Mannschaft nach den letzten Watschen präsentiert hat“, sagte er im ORF-Interview. Für Sturm bleibt dagegen die Erkenntnis, dass zwei erzielte Tore nach einem frühen Zwei-Tore-Rückstand nicht genügt haben, um im Cup weiterzukommen.