Der für das Murtal wichtige Ausdauerevent Steiraman X-treme Triathlon wird im Jahr 2027 nicht ausgetragen. Veranstalter und Ausrichter begründeten die Absage mit verschärften behördlichen Auflagen, die insbesondere die Radstrecke betreffen und nach ihrer Einschätzung für einen kleinen Veranstaltungsbetrieb nicht umsetzbar sind.
Was ist passiert?
Die Veranstalteragentur gab bekannt, dass die rund 38 Kilometer lange Radstrecke künftig komplett gesperrt werden müsse. Bisher konnte die Strecke ohne Totalsperren befahren werden; nun würden Auflagen verlangt, die den organisatorischen und finanziellen Rahmen der Agentur sprengen. Der Steiraman ist eine anspruchsvolle Strecke mit teils alpinen Passagen, die bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wegen der Höhenmeter und des Profils geschätzt wurde.
Folgen für den Bezirk Murtal
- Sportliche Szene: Der Bewerb bot internationalen Starterinnen und Startern eine Plattform und zog bis zuletzt rund 120 Athletinnen und Athleten an.
- Wirtschaft: Hotels, Gastronomie und Zulieferer im Veranstaltungszeitraum verlieren Einnahmen durch den Wegfall der Teilnehmer und Zuschauer.
- Ehrenamt und Infrastruktur: Engagement von Helferinnen und Helfern sowie die Planung von Straßenverkehrsmaßnahmen werden hinfällig oder neu zu bewerten.
Stimmen der Veranstalter
„Damit reiht sich unser Triathlon in die traurige Gruppe von steirischen Triathlonveranstaltungen ein, die in den vergangenen Jahren aufgrund behördlicher Vorgabe und Auflagen aus dem Veranstaltungskalender verschwunden sind.“
Der Veranstalter betonte die konstruktive Zusammenarbeit mit der regionalen Behörde, machte jedoch deutlich, dass die geforderten Maßnahmen für einen kleinen Veranstalter nicht leistbar seien. Trotz gemeinsamer Gespräche seien die Auflagen so ausgefallen, dass eine Durchführung nicht mehr verantwortbar sei.
Konkrete Probleme
Im Zentrum steht die Forderung nach einer Totalsperre der Radstrecke während des Bewerbs. Für den Steiraman, dessen Streckenführung unter anderem von St. Margarethen bis auf die Schmelz in den Seetaler Alpen führt, würde das bedeuten, dass alle betroffenen Straßenabschnitte während der Veranstaltung vollständig geschlossen werden müssten. Solche Maßnahmen erfordern umfangreiche Ressourcen für Absicherung, Umleitungen und Öffentlichkeitsarbeit und sind für kleinere Organisatoren oft nicht erschwinglich.
| Aspekt | Auswirkung |
|---|---|
| Radstrecke | Forderung nach Totalsperre – organisatorisch und finanziell problematisch |
| Teilnehmerzahl | Zuletzt rund 120 internationale Starter:innen |
| Veranstalter | Kleine Agentur (EvenDZ) – begrenzte Kapazitäten |
Für den Bezirk Murtal stellt der Ausfall des Steiraman eine Lücke im regionalen Sportkalender dar. Ob und wie sich künftig Alternativen entwickeln lassen — etwa durch Kooperationen mit größeren Veranstaltern, veränderte Streckenführungen oder angepasste behördliche Auflagen — bleibt offen. Betroffene Anbieter und Gemeinden werden nun prüfen müssen, welche wirtschaftlichen und organisatorischen Folgen die Absage konkret nach sich zieht und ob sich neue Formate denken lassen.
Für Sportlerinnen und Veranstalter im Bezirk ist die Absage zudem ein weiteres Signal einer Entwicklung, die in den vergangenen Jahren bereits mehrere heimische Triathlon-Bewerbe getroffen hat.