Im Sturmhof in Oed trafen sich kürzlich Bäuerinnen aus dem Bezirk Amstetten zum zweiten Netzwerktreffen unter dem Motto „Future is better together“. Veranstalterinnen waren die Bezirksbäuerin Renate Haimberger und die Bäuerinnen-Beraterin Regina Aichinger. Ziel der Veranstaltung war es, den Teilnehmerinnen Wissen rund um Frauen und Finanzen zu vermitteln und so ihre wirtschaftliche Selbstbestimmung zu stärken.
Praktische Finanzthemen für bäuerliche Haushalte
Die Veranstaltung richtete sich an Bäuerinnen im Bezirk und setzte an konkreten Fragen an, die in bäuerlichen Familienbetrieben oft auftreten: Umgang mit Einkommen und Rücklagen, Grundwissen zu Versicherungen, Altersvorsorge sowie Entscheidungsfragen bei Hofübergabe und gemeinsamer Haushaltsführung. Solche Kenntnisse sind nach Ansicht der Organisatorinnen zentral, damit Frauen in landwirtschaftlichen Betrieben ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten ausschöpfen und Risiken besser einschätzen können.
Netzwerk und Selbstbestimmung
Die Eröffnung des Abends übernahmen Haimberger und Aichinger mit dem programmatischen Satz:
„Der heutige Abend widmet sich nicht dem Sprichwort, bei Geld hört sich Freundschaft auf, sondern bei Geld fängt Selbstbestimmung an.“
Dieser Leitsatz reflektiert den Anspruch der Veranstaltung: Finanzkompetenz soll nicht nur technische Information liefern, sondern Beziehungen stärken und die Position von Frauen in Familienbetrieben sichern. Vernetzung untereinander bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und lokale Unterstützungsstrukturen zu etablieren.
Was das für den Bezirk Amstetten bedeutet
Für den Bezirk Amstetten hat die Initiative mehrere konkrete Bedeutungen:
- Stärkung der ökonomischen Rolle von Frauen: Bäuerinnen gewinnen mehr Einfluss auf finanzielle Entscheidungen im Betrieb und Haushalt.
- Praxisnahe Unterstützung: Lokale Beraterinnen und Funktionärinnen machen Informationen zugänglich und adressieren typische Fragestellungen aus der Region.
- Langfristige Sicherheit: Frühe Auseinandersetzung mit Altersvorsorge und Hofübergabe erhöht die Stabilität landwirtschaftlicher Betriebe.
Solche Treffen sind zudem ein Beitrag zur Stärkung des ländlichen Raums: Informierte Entscheidungen und stabile Betriebsstrukturen wirken sich auf Beschäftigung, Versorgung und die Lebensqualität in Gemeinden aus.
Organisation und weitere Schritte
Das Netzwerktreffen ist Teil einer Reihe von Aktivitäten der Bäuerinnenorganisation im Bezirk. Die Veranstaltung in Oed diente sowohl der Wissensvermittlung als auch der Vernetzung. Für Interessierte empfiehlt es sich, Kontakt mit der Bezirksbäuerin aufzunehmen, um über künftige Termine und Beratungsangebote informiert zu bleiben.
| Datum | zweites Netzwerktreffen (Freitagabend) |
|---|---|
| Ort | Sturmhof, Oed |
| Organisatorinnen | Renate Haimberger (Bezirksbäuerin), Regina Aichinger (Bäuerinnen-Beraterin) |
| Thema | Frauen und Finanzen / Finanzkompetenz |
Die lokale Beratung und Vernetzung schafft die Voraussetzung, dass finanzielle Themen nicht länger ein Tabu sind, sondern als Bestandteil nachhaltiger Betriebsführung verstanden werden. Für viele bäuerliche Familien im Bezirk Amstetten kann das langfristig zu mehr Stabilität und Selbstbestimmung führen.