Die Stadt Amstetten setzt ein deutliches Zeichen für die medizinische Versorgung vor Ort: Auf dem Gelände des sogenannten Schwesternturms, zwischen dem Landesklinikum und der Bezirksstelle des Roten Kreuzes, soll ein neues Gesundheitszentrum errichtet werden. Für das Projekt ist ein Investitionsvolumen von 18 Millionen Euro vorgesehen, die Eröffnung ist für Herbst 2028 geplant.
Was geplant ist
Das geplante Zentrum vereint mehrere Funktionen unter einem Dach. Neben niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzten sind auch Fachärzte sowie therapeutische Angebote vorgesehen. Ergänzt werden diese medizinischen Leistungen durch betreute Angebote und verschiedene Wohnformen. Konkret nennt die Stadt folgende Komponenten:
- Hausärztliche Versorgung mit kassenärztlicher Anbindung
- Fachärztliche und therapeutische Angebote
- Tagesbetreuung und betreute Wohnformen
- Generationenübergreifendes Wohnen für unterschiedliche Altersgruppen
Warum das Projekt wichtig ist
Die Stadtführung betont zwei zentrale Ziele: Zum einen soll die wohnortnahe, kassenärztliche Versorgung langfristig gesichert werden, zum anderen sollen die Ambulanzen des benachbarten Landesklinikums entlastet werden. Ein weiterer Punkt ist die Organisation der hausärztlichen Versorgung am Wochenende; hier erhofft man sich durch das Zentrum eine dauerhafte und verlässliche Lösung.
Partner und Erfahrung
Als Baupartner wurde die SPK OÖ Immobilien GmbH ausgewählt. Die Immobilientochter der Sparkasse Oberösterreich setzte sich im Ausschreibungsverfahren durch. Für den Aufbau des medizinischen Betriebs wird auf die Expertise von Wolfgang Gruber gesetzt, der seit Jahrzehnten im Bereich Primärversorgungszentren tätig ist und unter anderem als Geschäftsführer der PVZ in Enns und Marchtrenk bekannt ist. Bürgermeister Christian Haberhauer verweist auf vorangegangene Projekte als Vorbild: „Das PVZ in Mauer ist ein Erfolgsmodell. Diesen Weg gehen wir nun weiter in enger Zusammenarbeit mit unseren Hausärzten und dem Landesklinikum.“
„Das PVZ in Mauer ist ein Erfolgsmodell. Diesen Weg gehen wir nun weiter in enger Zusammenarbeit mit unseren Hausärzten und dem Landesklinikum.“
Auswirkungen für Bewohner im Bezirk Amstetten
Für Patientinnen und Patienten im Bezirk bedeutet das Projekt konkretere Erreichbarkeit von Fach- und Allgemeinmedizin sowie zusätzliche therapeutische Angebote ohne weite Wege. Die geplanten Wohn- und Betreuungsformen können zudem Versorgungslücken für ältere oder pflegebedürftige Menschen verringern. Für das Landesklinikum könnte die Verlagerung ambulanter Fälle in das neue Zentrum spürbare Entlastung bringen, was wiederum Wartezeiten in den Ambulanzen reduzieren kann.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Investitionsvolumen | 18 Millionen Euro |
| Standort | Areale des Schwesternturms (zwischen Landesklinikum und Rot-Kreuz-Bezirksstelle) |
| Partner | SPK OÖ Immobilien GmbH; Projektleitung: Wolfgang Gruber |
| Geplanter Eröffnungstermin | Herbst 2028 |
Für interessierte Patientinnen und Patienten sowie für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte wird es in den kommenden Monaten voraussichtlich weitere Informationen zu konkreten Leistungspaketen, Praxisflächen und Vergütungsmodalitäten geben. Bis zur Eröffnung bleibt die Abstimmung mit Hausärzten, dem Landesklinikum und sozialen Trägern ein zentraler Schritt, um die zugesagten Synergien zwischen ambulanter Versorgung und stationären Angeboten tatsächlich zu realisieren.