Landesförderung stärkt Grünraum und Klimaresilienz im Bezirk Amstetten
Im Bezirk Amstetten werden Projekte zur naturnahen Gestaltung öffentlicher Grünflächen vom Land Niederösterreich gefördert. Betroffen sind sieben Gemeinden: Amstetten, Aschbach, Ennsdorf, Euratsfeld, Oed-Öhling, Seitenstetten und St. Georgen am Ybbsfelde. Gefördert werden Maßnahmen, die den Kriterien der Initiative „Natur im Garten“ entsprechen – konkret: Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie auf Torf.
Die Förderung zielt darauf ab, die Artenvielfalt zu stärken, das Stadt- und Ortsbild klimaresilienter zu gestalten und die Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung zu verbessern. Für Amstetten ist der Umbau des Hauptplatzes und der Fußgängerzone Fischlmeyer-Gassl ein konkretes Beispiel dafür, wie solche Konzepte umgesetzt werden können.
„Wenn Grünräume in Niederösterreich naturnah und zum Schutz der Artenvielfalt gestaltet und gepflegt werden, wird unser Bundesland der Verantwortung und Vorbildrolle unseren Bürgerinnen und Bürgern gegenüber gerecht. Die Förderungen für die Gemeinden im Bezirk Amstetten bedeuten einen weiteren Schritt auf unserem Weg, Niederösterreich als ökologisches Gartenland Nummer 1 in Europa zu positionieren.“ — Lukas Michlmayr und Mario Wührer
Welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden
In Amstetten wurde die Fußgängerzone Fischlmeyer-Gassl im Zuge der Neugestaltung des Hauptplatzes nach Prinzipien der Schwammstadt umgebaut. Durch gezielte Baumpflanzungen und eine an den Klimawandel angepasste Gestaltung soll das Stadtzentrum klimafit werden. Ziel ist es, die lokale Biodiversität zu fördern und gleichzeitig öffentliche Räume attraktiver zu machen.
Ein weiteres Beispiel aus dem Bezirk sind die DrainGarden-Beete in Aschbach: In der Äschen- und der Florianussiedlung wurden begrünte Versickerungsflächen angelegt, die Regenwasser lokal aufnehmen, speichern und gefiltert verzögert an den Untergrund abgeben. Dadurch wird das Kanalnetz bei Starkregen entlastet.
- Geförderte Gemeinden: Amstetten, Aschbach, Ennsdorf, Euratsfeld, Oed-Öhling, Seitenstetten, St. Georgen am Ybbsfelde
- Kernprinzipien: kein Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln, kein Torf
- Beispiele: Umbau Fußgängerzone Amstetten (Schwammstadt-Prinzip), DrainGarden-Beete in Aschbach
Konkreter Nutzen für die Bevölkerung
Die Maßnahmen betreffen unmittelbar die Nutzbarkeit und Sicherheit öffentlicher Räume: Mehr Baumpflanzungen und naturnahe Begrünung senken sommerliche Hitzeeffekte, verbessern das Mikroklima und erhöhen die Aufenthaltsqualität. Versickerungsflächen reduzieren das Risiko von Überlastungen in der Kanalisation bei Starkregenereignissen. Insgesamt dienen die Projekte der langfristigen Anpassung an den Klimawandel und der Förderung lokaler Artenvielfalt.
| Gemeinde | Maßnahme (Beispiel) |
|---|---|
| Amstetten | Umbau Hauptplatz und Fußgängerzone nach Schwammstadt-Prinzip |
| Aschbach | Anlage von DrainGarden-Beeten in Wohnsiedlungen |
| Ennsdorf, Euratsfeld, Oed-Öhling, Seitenstetten, St. Georgen am Ybbsfelde | Förderung naturnaher Gestaltung öffentlicher Grünflächen |
Die Landesförderung ist Teil eines größeren Engagements Niederösterreichs für Umwelt-, Klima- und Artenschutz. Für Bürgerinnen und Bürger im Bezirk bedeutet das konkret: nachhaltiger gestaltete öffentliche Räume, geringere Belastungen durch Starkregen und eine Stärkung der lokalen Natur als Lebensraum für Pflanzen und Tiere.