Die Verkehrssituation entlang der Umfahrung Litzelsdorf sorgt im Marktgebiet Tamsweg für Besorgnis: Mehrere Anrainer appellieren an die Gemeinde, kurzfristig Maßnahmen zu setzen, um die Sicherheit von Fußgängerinnen, Radfahrern und vor allem Schulkindern zu erhöhen. Als mögliche Schritte werden eine durchgehende Geschwindigkeitsbeschränkung 50 km/h, ein Zebrastreifen sowie ein Geh‑ und Radweg genannt.
Konkrete Beschwerden und Gründe für die Sorge
Auslöser der Diskussion sind Beobachtungen, wonach auswärtige Verkehrsteilnehmer nach Verlassen des derzeitigen Ortsgebietes in Mörtelsdorf die Geschwindigkeit stark erhöhen. Unmittelbar danach befindet sich bei einer Bushaltestelle eine Querung, die nach Meinung der Anrainer besonders gefährlich ist. Zusätzlich verschärfen winterliche Bedingungen mit eingeschränkter Sicht durch Schneehaufen und vereiste Fahrbahnen das Risiko.
"In erster Linie braucht es von Mörtelsdorf bis nach Tamsweg eine durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung mit 50 km/h. ... Wünschenswert wäre ein Kreisverkehr."
Dieses Statement bringt die Kernforderungen auf den Punkt: eine Geschwindigkeitsreduktion als erster Schritt, längerfristig auch Strukturveränderungen wie ein Kreisverkehr, der zudem den LKW‑Verkehr beruhigen könnte. Auch die Verbindung von Gewerbegebieten und der Ausbau sicherer Fußwege werden als wichtige Aspekte genannt.
Wie groß ist die Zustimmung in der Bevölkerung?
Die Diskussion wurde zusätzlich auf einer lokalen Facebook‑Seite angestoßen. An einer Online‑Umfrage nahmen 174 Personen teil. Die Aufteilung der Stimmen zeigt die Prioritäten der Teilnehmer:
| Maßnahme | Stimmen |
|---|---|
| Geh‑ und Radweg | 87 |
| Geschwindigkeitsreduktion + Geh‑ und Radweg | 78 |
| Zufrieden mit der aktuellen Situation | 4 |
Reaktion der Gemeinde
Die Marktgemeinde Tamsweg kündigt an, ab 2027 tätig werden zu wollen. Konkrete Detailpläne oder ein genauer Zeitplan für einzelne Maßnahmen wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt. Bürgermeisterliche Maßnahmen werden vermutlich eine Abstimmung mit Verkehrsbehörden und Prüfungen zur Umsetzbarkeit voraussetzen – etwa, ob ein Zebrastreifen an der betreffenden Bushaltestelle den Sicherheitsgewinn bringt oder ob bauliche Änderungen wie ein Kreisverkehr sinnvoll sind.
- Erste Schritte: Tempo 50 und Markierungen (Zebrastreifen) sind als kurzfristige Maßnahmen vorgeschlagen.
- Längerfristig: Geh‑/Radwege und ein möglicher Kreisverkehr zur Verkehrsberuhigung und besseren Verknüpfung von Gewerbegebieten.
- Beteiligung: Lokale Online‑Umfrage zeigt breite Unterstützung für Infrastrukturmaßnahmen.
Für Bewohnerinnen und Bewohner des betroffenen Bereichs bedeutet das: erhöhte Aufmerksamkeit im Verkehrsjahr 2026/2027, mögliche Bauarbeiten oder Markierungsarbeiten in den Folgejahren sowie eine Gelegenheit, sich in Gemeindeprozesse einzubringen. Wer konkrete Vorschläge hat oder weitere Gefahrenpunkte sieht, sollte diese zeitgerecht der Gemeindeverwaltung melden, damit sie in Planungen einfließen können.