Ein Einfamilienhausbesitzer, der für seinen Neubau Holztafelelemente von einem lokalen Hersteller bestellt hat, erwartet Liefertermine und Rechtssicherheit. Wenn der Lieferant plötzlich in Insolvenz gerät, hat das unmittelbare Folgen für Bauvorhaben, Beschäftigte und Gläubiger. Genau so eine Kettenreaktion könnte nun drohen: Über das Vermögen der FT Beteiligung GmbH mit Sitz in Berlin ist ein Insolvenzverfahren eröffnet worden, die Bekanntmachung datiert vom 25. September 2026.
Wen betrifft die Insolvenz?
Das Verfahren läuft beim Amtsgericht Charlottenburg unter dem Aktenzeichen 3612 IN 1749/26. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Christian Otto bestellt. Im Handelsregister ist die Gesellschaft unter HRB 245468 geführt; als Geschäftsführer sind Frank Klaus Teller und Torsten Nehls eingetragen.
Firmengeschichte und Verschmelzungen
Auf den ersten Blick war die FT Beteiligung GmbH als Verwaltung eigenen Vermögens geführt. Die Vergangenheit zeigt jedoch einen komplexeren Werdegang: Die Firma trat bereits unter mehreren Namen auf, darunter Varianten mit dem Markenbestandteil "Smart & Green" und Bezeichnungen wie Timber, Energy oder C2C. Im Jahr 2025 wurden mehrere Gesellschaften auf die heutige FT Beteiligung GmbH verschmolzen. Zu den übernommenen Einheiten gehörte unter anderem die Smart & Green Timber Solutions GmbH, die sich mit der industriellen Produktion von Holztafelelementen und Holzmodulen für den Bau beschäftigte, sowie die Smart & Green Timber GmbH.
- FT Beteiligung GmbH (HRB 245468)
- Smart & Green Timber Solutions GmbH (verschmolzen 2025)
- Smart & Green Timber GmbH (verschmolzen 2025)
Offene Fragen für Anleger und Geschäftspartner
Die Bezeichnung "Beteiligung GmbH" legt nahe, dass die Gesellschaft möglicherweise in Kapitalanlagen involviert gewesen sein könnte. Bisher liegt nach Recherchen jedoch kein hinreichender Beleg dafür vor, dass die FT Beteiligung GmbH öffentlich Gelder von Privatpersonen durch Anleihen, Genussrechte, Nachrangdarlehen oder vergleichbare Vermögensanlagen eingesammelt hat. Damit ist derzeit nicht nachweisbar, in welchem Umfang private Anleger betroffen sind.
Für Beschäftigte, Lieferanten und Bauherren bleibt dennoch Unsicherheit: Verschmelzungen übertragen Vermögen, Rechte und Pflichten der einbezogenen Firmen auf den übernehmenden Rechtsträger. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens müssen Gläubiger ihre Ansprüche anmelden, und geplante Produktionsvorhaben, etwa für Holzmodule im Bauwesen, könnten gestoppt oder verzögert werden.
| Eintrag | Angabe |
|---|---|
| Handelsregister | HRB 245468 |
| Amtsgericht / Aktenzeichen | Amtsgericht Charlottenburg / 3612 IN 1749/26 |
| Insolvenzbekanntmachung | 25. September 2026 |
| Insolvenzverwalter | Rechtsanwalt Christian Otto |
| Geschäftsführer | Frank Klaus Teller, Torsten Nehls |
Für die Praxis bedeutet das: Betroffene sollten prüfen, ob Forderungen angemeldet werden müssen und ob Vertragsbeziehungen abgesichert sind. Insbesondere Gläubiger aus der Holzbaubranche, Bauherrn mit laufenden Bestellungen sowie Beschäftigte benötigen zeitnahe Informationen über den Fortgang des Verfahrens.
Die aktuelle Bekanntmachung liefert den formalen Startpunkt des Insolvenzverfahrens; weitere Details über die Vermögenslage, mögliche Sanierungsoptionen oder Liquidationsergebnisse werden erst in den kommenden Verfahrensschritten sichtbar. Bis dahin bleibt für viele Beteiligte Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgen der Verschmelzungen und über die Verpflichtungen, die mit ihnen übertragen wurden.