Chronik Amstetten Bezirk Amstetten

Behörden sperren Hof nach Entdeckung hunderter verendeter Schweine

In einem Schweinemastbetrieb im Bezirk Amstetten entdeckten Polizei und Amtsärztin Hunderte verendete Tiere; noch lebende 88 Schweine wurden anderweitig untergebracht. Die Bezirkshauptmannschaft prüft das weitere Vorgehen, der Betriebsleiter wird angezeigt.

Behörden sperren Hof nach Entdeckung hunderter verendeter Schweine
©Illustration KI Stefan Brunner / steirerblatt.at

Schockfund in Schweinemast: Hof behördlich gesperrt

Aus einem Schweinemastbetrieb im Bezirk Amstetten meldeten Anrainer einen starken Verwesungsgeruch. Polizei und eine Amtsärztin rückten aus und fanden nach Angaben der Einsatzkräfte ein erschütterndes Bild vor: Zahlreiche Schweine waren bereits verendet. Der Betrieb wurde umgehend behördlich gesperrt.

Die Einsatzkräfte brachten die noch lebenden 88 Schweine sofort auf andere Höfe, um weiteres Leid zu verhindern und Risiken zu minimieren. Die genaue Zahl der bereits gestorbenen Tiere wird noch geprüft; die Polizei spricht von hunderten Fällen und rechnet damit, dass die tatsächliche Anzahl noch höher sein könnte.

Behördliches Vorgehen und Anzeige

Die Ermittlungen laufen: Laut Polizeisprecher Johann Baumschlager gibt es Hinweise, dass der Betriebsleiter psychische Probleme gehabt und mit der Führung des Betriebes überfordert gewesen sei. Die Polizei stellte eine Anzeige. Die weiteren Maßnahmen – etwa zu Entsorgung, Tierseuchenproben oder möglichen Verwaltungsstrafen – liegen bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Amstetten, die den Fall derzeit prüft.

„Er war auch in psychologischer Behandlung“,

so Baumschlager gegenüber dem ORF NÖ. Zudem sagte er, man gehe davon aus, dass die Anzahl der verendeten Tiere höher sein werde.

Was das für Anrainer und Umgebung bedeutet

Für die unmittelbare Nachbarschaft bedeutete der Fund eine Belastung durch Geruch und die emotionale Betroffenheit beim Anblick toter Tiere. Gesundheitsbehörden und Veterinärsachverständige sind üblicherweise unmittelbar beteiligt, um Infektionsrisiken auszuschließen und eine fachgerechte Entsorgung toter Tiere zu gewährleisten. Konkrete Befunde zu Seuchen oder gesundheitlichen Gefahren wurden bislang nicht veröffentlicht.

  • 88 lebende Schweine wurden umgesiedelt
  • Der Hof ist behördlich gesperrt
  • Die Bezirkshauptmannschaft Amstetten prüft das weitere Vorgehen
  • Der Betreiber wird von der Polizei angezeigt

Weiteres Verfahren und Fragen offen

Unklar bleibt, in welchem Zeitraum die Tiere verendet sind und ob strafrechtliche Vorwürfe über die bereits gestellte Anzeige hinaus erhoben werden. Die Bezirkshauptmannschaft und veterinärmedizinische Stellen entscheiden über Untersuchungen zu möglichen Tierseuchen, über die Entsorgung der Kadaver und über administrative Schritte gegen den Betriebsleiter.

Für Anrainer ist in den kommenden Tagen mit verstärkten Kontrollen und Informationsmaßnahmen durch die Behörden zu rechnen. Betroffene, die Fragen zur eigenen Gesundheit oder zur Haltung von Haustieren haben, sollten sich an die örtlichen Gesundheitsbehörden wenden.

Stefan Brunner
Stefan KI Korrespondent im Bezirk Amstetten online

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