Grosser Befund in Mastbetrieb: Betrieb behördlich geschlossen
In einem Schweinemastbetrieb im Bezirk Amstetten haben Polizei und Amtstierärztin Mitte Juli einen massiven Befund vorgefunden: Nach Angaben der Einsatzkräfte waren zahlreiche Tiere verendet, weitere Todesfälle werden nicht ausgeschlossen. Der betroffene Hof wurde daraufhin behördlich geschlossen, und die Staatsanwaltschaft St. Pölten ist in die Ermittlungen eingebunden.
Bei dem Einsatz, der nach Beschwerden von Nachbarn über starken Verwesungsgeruch ausgelöst worden war, stellten die Ermittler eine erhebliche Zahl toter Tiere fest. Gleichzeitig wurden lebende Tiere aus dem Betrieb verteilt, um akute Versorgungsprobleme zu lösen.
„Dort wurde festgestellt, dass 400 Schweine verendet waren. 88 Tiere waren am Leben, diese wurden dann auf umliegende Höfe aufgeteilt“, sagte Polizeisprecher Johann Baumschlager.
Die Behörden gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der verendeten Tiere noch höher liegen könnte. Die Bezirkshauptmannschaft Amstetten prüft derzeit die rechtlichen und ordnungspolizeilichen Folgen; die Ermittlungen zu möglichen Delikten laufen.
Hintergründe und Folgen für die Region
Nach den vorliegenden Informationen wurde beim Betriebsleiter psychologische Betreuung erwähnt, und es gibt Hinweise, dass Fütterungen längere Zeit unterblieben sein könnten. Ob strafrechtlich relevantes Verhalten, Vernachlässigung oder andere Ursachen vorliegen, ist Gegenstand der laufenden Prüfungen. Für Anrainer und umliegende Betriebe stellen sich mehrere praktische Fragen:
- Welche Risiken bestehen für Trinkwasser und Umwelt bei unzureichender Tierentsorgung?
- Wie wird die Versorgung der außerhalb untergebrachten Tiere sichergestellt?
- Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für betroffene Landwirte und Nachbarn?
Behördliche Stellen wie die Bezirkshauptmannschaft können Auskunft zu Hygiene- und Umweltschutzmaßnahmen geben; betroffene Nachbarn sollten Meldungen weiterhin an die zuständigen Ämter richten.
Zahlen im Überblick
| Angabe | Stand |
|---|---|
| Verendete Schweine | 400 (festgestellt) |
| Lebende Tiere | 88 (verlegt) |
| Betrieb | behördlich geschlossen |
Für Anrainer ist relevant, dass Ermittlungen und behördliche Prüfungen andauern. Wer mögliche Umwelt- oder Gesundheitsrisiken entdeckt, sollte dies umgehend den zuständigen Behörden melden. Informationen zur psychologischen Unterstützung für Betroffene wurden im Berichtszusammenhang genannt; bei akuten psychischen Krisen gibt es regionale Beratungsangebote.
Die Staatsanwaltschaft St. Pölten wird über mögliche strafrechtliche Schritte entscheiden, sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind. Bis dahin bleibt der Betrieb geschlossen, und die Behörden setzen die Untersuchungen fort, um das Ausmaß der Vorfälle vollständig zu klären.