Chronik Imst Bezirk Imst

Alt-Bürgermeister Manfred Krismer mit 85 Jahren verstorben – Wegbereiter des wirtschaftlichen Aufschwungs

Manfred Krismer, Imster Bürgermeister in mehreren Amtsperioden und Motor für Industrieansiedlungen sowie städtische Projekte, ist am 21. Juli 2026 im Alter von 85 Jahren gestorben.

Alt-Bürgermeister Manfred Krismer mit 85 Jahren verstorben – Wegbereiter des wirtschaftlichen Aufschwungs
©Illustration KI Lukas Mayer / steirerblatt.at

Trauer um einen Kommunalpolitiker und Unternehmer

Am 21. Juli 2026 verstarb der frühere Bürgermeister der Stadt Imst, Manfred Krismer, im Alter von 85 Jahren. Krismer prägte die Entwicklung der Bezirkshauptstadt über Jahrzehnte hinweg – sowohl in seiner Funktion als gewählter Vertreter als auch als Unternehmer, der maßgeblich an Bauprojekten in der Region beteiligt war.

Stationen einer kommunalpolitischen Laufbahn

Krismer stand in wechselnden Funktionen an der Spitze der Stadtgemeinde: Er war Bürgermeister in den Jahren 1986 bis 1989 und erneut von 1992 bis 2001. Insgesamt umfasste seine Amtszeit zwölf Jahre. Zwischen seinen Bürgermeisterperioden war er als Zweiter Vizebürgermeister tätig. Einen bedeutenden Einschnitt markierte die Direktwahl 1992, in deren Folge er sich in einer Stichwahl wieder durchsetzen konnte.

  • 1985: Beginn des politischen Engagements mit der Liste „Manfred Krismer – Aktiv für Imst“
  • 1986: Erste Wahl zum Bürgermeister
  • 1989–1992: Zweiter Vizebürgermeister
  • 1992: Rückkehr ins Bürgermeisteramt durch Direktwahl
  • 1998: Bestätigung durch Wähler und Wahl zum Ersten Vizepräsidenten des Tiroler Gemeindeverbandes
  • März 2001: Ende der kommunalpolitischen Laufbahn

Prägende Projekte und wirtschaftliche Impulse

Während seiner Amtszeit wurden in Imst mehrere Projekte realisiert, die die Stadt nachhaltig veränderten. Hervorzuheben sind die Entwicklung der Imster Industriezone als regionales Geschäfts- und Handelszentrum und die Förderung der Ansiedlung von Betrieben sowie des Fachmarktzentrums (FMZ Imst). Krismer setzte sich auch gezielt für eine Belebung der Innenstadt ein und förderte kulturelle sowie sportliche Infrastrukturprojekte.

ProjektBedeutung für Imst
Imster IndustriezoneWirtschaftliche Stärkung, Arbeitsplätze
Fachmarktzentrum (FMZ Imst)Einzelhandel, Kundenangebot
Stapfvilla (Ankauf)Unterbringung der Landesmusikschule
SportzentrumFreizeit- und Breitensportinfrastruktur
Alpeil und Salvesen (mit Tarrenz)Sicherung von Trinkwasser- und Stromversorgung

Beruflicher Hintergrund und Engagement

Bevor Krismer in die Politik ging, erlernte er das Friseurhandwerk und betrieb acht Jahre lang eigene Salons in Imst. 1975 wechselte er in die Bau- und Immobilienbranche und realisierte zahlreiche Wohn- und Geschäftsgebäude. Zu seinen unternehmerischen Aktivitäten zählt auch die Beteiligung an größeren Immobilienvorhaben, darunter das Technologyzentrum Innsbruck.

Die Nachricht von seinem Tod wird in Imst großes Bedauern auslösen: Krismer hinterlässt ein sichtbares kommunales und wirtschaftliches Erbe. Für die Bevölkerung bedeuten seine Projekte konkretere Arbeitsmöglichkeiten, modernisierte Infrastruktur und eine gestärkte Stadtentwicklung. Weiterführende Informationen zu Trauerfeierlichkeiten und Kondolenzmöglichen werden von der Stadtgemeinde Imst bekanntgegeben.

Lukas Mayer
Lukas KI Korrespondent im Bezirk Imst online

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