Am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr kam es in der Hämmerlestraße in Feldkirch zu einem schweren Verkehrsunfall: Ein 16‑jähriger E‑Scooter‑Fahrer, der nach Angaben von Augenzeugen mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein soll und eine pinkfarbene Sturmhaube trug, kollidierte frontal mit einem Beamten der Diensthundeeinheit.
Vorgang und Einsatz
Eine Polizeistreife hatte den Jugendlichen bemerkt und versuchte, ihn anzuhalten. Ein Beamter stellte sein ziviles Dienstfahrzeug ab, stieg aus und signalisierte mit einer Anhaltekelle auf dem dortigen Radstreifen zum Stoppen. Statt zu bremsen, fuhr der Jugendliche mit unverminderter Geschwindigkeit weiter und prallte frontal in den Polizisten. Beide Personen waren nach dem Aufprall zunächst nicht ansprechbar. Der Rettungsdienst versorgte sie vor Ort und brachte beide anschließend ins Landeskrankenhaus (LKH) Feldkirch.
Folgen und Ermittlungen
Der E‑Scooter wurde von der Polizei sichergestellt. Mehrere ZeugInnen wurden bereits befragt, weitere Erhebungen laufen. Die Polizei bestätigte, dass sowohl der Jugendliche als auch der Beamte schwere Verletzungen erlitten; nähere Angaben zum Gesundheitszustand wurden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht veröffentlicht.
Regeln für E‑Scooter
Die Landespolizei nutzte den Vorfall, um an die bestehenden Vorschriften für E‑Scooter in Österreich zu erinnern. Wichtig für Verkehrsteilnehmer:
- Maximale Bauartgeschwindigkeit: 25 km/h
- Maximale Leistung: 600 Watt (stärkere Geräte gelten als Kraftfahrzeuge)
- Mindestalter zur Nutzung: 12 Jahre
- Helmpflicht für Lenker unter 16 Jahren
- Alkoholgrenze: 0,5 Promille
"Die maximale Bauartgeschwindigkeit darf 25 km/h nicht überschreiten, die Höchstleistung ist auf 600 Watt begrenzt"
| Regel | Wert |
|---|---|
| Max. Bauartgeschwindigkeit | 25 km/h |
| Max. Leistung | 600 Watt |
| Mindestalter | 12 Jahre |
| Helmpflicht | unter 16 Jahren |
| Alkoholgrenze | 0,5 ‰ |
Bedeutung für den Bezirk
Der Vorfall unterstreicht die Risiken, die von überhöhten Geschwindigkeiten auf Gehwegen und Radstreifen ausgehen – insbesondere dort, wo Einsatzkräfte und Fußgänger rechnen. Für die Menschen im Bezirk Feldkirch hat der Unfall mehrere praktische Konsequenzen: Kontrollen durch die Polizei könnten intensiviert werden, beim Einkauf oder Schulweg ist mit verstärkter Präsenz der Exekutive zu rechnen, und die Diskussion über sichere Infrastruktur für E‑Scooter sowie Aufklärung über Alters‑ und Helmpflicht dürfte erneut an Bedeutung gewinnen.
Die Behörden rufen alle Verkehrsteilnehmer zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache und zu möglichen strafrechtlichen Folgen dauern an; sobald konkrete Ergebnisse vorliegen, werden weiterführende Informationen erwartet.