Internationale Kooperation bringt sichtbare Vielfalt an den Campus
Vier Studentinnen aus Saudi-Arabien – Riam Aijarallah, Raneem Alfalhi, Aryam Almutawa und Alya Alsalem – haben kürzlich Zeit am Campus der IMC Krems verbracht. Der Aufenthalt stand im Zusammenhang mit einer Hochschulpartnerschaft, die die Kremser Hochschule im Jahr 2024 mit der Universität in Riad abgeschlossen hat. Für die lokale Öffentlichkeit und das Studienumfeld ist dieses Austauschformat aus mehreren Gründen von Bedeutung: Es bringt internationale Studierende nach Krems, fördert interkulturellen Austausch und verändert wahrnehmbar die Campuskultur.
Bei einem Besuch auf dem Campus zeigte sich die Diversität der vier Frauen auch im Erscheinungsbild: Während Riam Aijarallah für das offizielle Foto eine Gesichtsmaske trug, erschienen die anderen Studentinnen ohne Verschleierung und in alltäglicher Kleidung. Raneem Alfalhi trug ein Kopftuch, Aryam Almutawa und Alya Alsalem bewegten sich in kurzärmeligen T-Shirts auf dem Gelände. Solche Unterschiede illustrieren, wie unterschiedlich kulturelle Ausdrucksformen innerhalb einer Herkunftsgesellschaft sein können und wie sie sich in einem europäischen Hochschulumfeld darstellen.
„Es gibt immer noch eine Vielzahl an Klischees über Saudi Arabien und seine Kultur“,
so kommentierte IMC-Geschäftsführer Udo Brändle den Besuch der Studentinnen. Er betonte damit die Bedeutung von direktem Kontakt und persönlicher Begegnung: Präsenz vor Ort korrigiert oft Vorurteile und vermittelt ein nuancierteres Bild eines Landes im Wandel.
Was das konkret für Krems heißt
- Akademische Reputation: Kooperationen wie jene mit Riad stärken die internationale Ausrichtung der IMC und können langfristig Studierende und Forschende anziehen.
- Soziales Miteinander: Direkter Austausch auf dem Campus fördert Verständnis und kann Vorurteile abbauen.
- Öffentliche Wahrnehmung: Sichtbare Vielfalt verändert das Bild von Krems als Studien- und Lebensort.
Für Studierende vor Ort bedeutet die Präsenz internationaler Kommilitoninnen praktische Lernerfahrungen: interkulturelle Kommunikation im Alltag, gemeinsame Lehrveranstaltungen und informelle Begegnungen auf dem Campus prägen den Studienalltag. Für Lehrende und Verwaltung erfordert das wiederum Aufmerksamkeit für kulturelle Vielfalt in Lehrformen und Betreuungsangeboten.
| Studentin | Auftreten auf dem Campus |
|---|---|
| Riam Aijarallah | Trug für das offizielle Foto eine Gesichtsmaske |
| Raneem Alfalhi | Trug ein Kopftuch |
| Aryam Almutawa | Ohne Verschleierung, kurzärmeliges T-Shirt |
| Alya Alsalem | Ohne Verschleierung, kurzärmeliges T-Shirt |
Die Berichte der Regionalzeitung zeigten die Begegnung ohne weitergehende inhaltliche Aussagen der Studentinnen selbst zu ihren persönlichen Eindrücken. Erwähnt wurde, dass die NÖN die Frauen zu Kulturunterschieden befragt hat; die konkreten Antworten wurden in der vorliegenden Meldung nicht wiedergegeben. Offen bleibt damit, welche persönlichen Erfahrungen die Studentinnen als „größten Kulturschock" empfanden.
Für Krems als Hochschulstandort bleibt festzuhalten: Solche Austauschaufenthalte sind nicht nur akademische Formalität, sondern haben konkrete Auswirkungen auf das Campusleben und das Bild der Stadt nach außen. Sie verlangen von der Universität ebenso wie von der lokalen Gemeinschaft Vorbereitung, Offenheit und eine Bereitschaft zum Dialog.