Gefahrenstellen in Krems: Praxischeck mit der Fahrschule Dolejschi
Bei einer Befahrung durch die Stadt Krems hat die Fahrschule Dolejschi mehrere Punkte im lokalen Straßennetz als verbesserungswürdig beschrieben. Insgesamt fällt dem Team bei der gemeinsamen Runde auf, dass es keine häufig stark gefährlichen Stellen gibt, wohl aber mehrere lokal relevante Schwachstellen, die für Fahrschülerinnen, Pendler und Fußgänger von Bedeutung sind.
Positives wurde ebenfalls festgestellt: Lob gibt es für die Gestaltung der Ringstraße mit den Fahrradwegen sowie für die seit 2023 geltende Verkehrsregel in der Mitterau, die laut Fahrschule zu mehr Übersichtlichkeit beiträgt.
Kritische Stellen und konkrete Empfehlungen
- Göglstraße / Kreuzung Spänglergasse: Der Schutzweg sei schlecht einsehbar; an dieser Stelle sei für alle Verkehrsteilnehmer Schrittgeschwindigkeit notwendig. Spiegel oder vergleichbare Maßnahmen könnten die Sicht verbessern.
- Bahnzeile Richtung Bahnhof: Ein Einbahnschild ist nach Beobachtung der Fahrschule nur schwer zu erkennen, was Verwirrung bzw. Fehlverhalten begünstigen kann.
- Gewerbeparkstraße / Beschleunigungsstreifen Richtung Stockerauer Schnellstraße: Der Beschleunigungsstreifen beim ARBÖ erscheint der Fahrschule zu kurz; durch hohes Sommergras sei die Sicht auf ankommenden Verkehr zusätzlich eingeschränkt.
- Bertschingerstraße Richtung Stein: An einer Stelle steht eine Stopptafel, die laut Fahrschule durch eine Tafel „Vorrang geben“ ersetzt werden könnte, um die Verkehrsführung zu verbessern.
„Die Gestaltung der Ringstraße mit den Fahrradwegen ist schön. Durch die leichten Schikanen müssen die Radfahrer die Geschwindigkeit vor Kreuzungen etwas verringern, was diese etwas sicherer macht“,
Das Zitat stammt von Tobias Purkarth, Inhaber der Fahrschule Dolejschi, der die Route begleitete und dabei sowohl positive Aspekte als auch Handlungsbedarf nannte.
Stadt Krems nimmt Hinweise entgegen
Die Beobachtungen wurden an die Stadt übermittelt. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es laufend mögliche Verbesserungsstellen gebe und Hinweise aus der Bevölkerung geprüft würden. Konkrete Zeitpläne oder Zusagen zu einzelnen Maßnahmen wurden in der Mitteilung nicht genannt.
| Ort | Beobachtetes Problem | Vorschlag |
|---|---|---|
| Göglstraße / Spänglergasse | Schlecht einsehbarer Schutzweg | Spiegel, Schrittgeschwindigkeit |
| Bahnzeile (Richtung Bahnhof) | Einbahnschild kaum sichtbar | Verbesserte Kennzeichnung |
| Gewerbeparkstraße (ARBÖ) | Kurz bemessener Beschleunigungsstreifen, eingeschränkte Sicht | Sichtbarmachung, Grünpflege |
| Bertschingerstraße (Richtung Stein) | Stopptafel vs. Vorfahrtsregel | Umstellung auf „Vorrang geben“ empfohlen |
Für Verkehrsteilnehmer in Krems bedeuten die genannten Punkte vor allem erhöhte Aufmerksamkeit an den genannten Stellen: Fußgänger und Radfahrer sollten auf Schutzwege achten und auf Schrittgeschwindigkeit achten, Autofahrer sollten besondere Vorsicht beim Einbiegen und beim Nutzen von Beschleunigungsstreifen walten lassen.
Wer Hinweise zu Gefahrenstellen hat, kann solche Beobachtungen an die Stadt melden. Die kontinuierliche Meldung von Auffälligkeiten aus der Bevölkerung ist ein wichtiger Bestandteil, damit kleine Maßnahmen – etwa Spiegel, bessere Beschilderung oder Pflanzenschnitt zur Freimachung von Sichtachsen – rasch geprüft und umgesetzt werden können.