Mehr Besucher, mehr Betrieb
Die anhaltende Hitzewelle hat in Vorarlberg zu einem deutlichen Anstieg der Besucherzahlen in Freibädern geführt. Besonders auffällig ist die Entwicklung im Seebad Bregenz: Laut den Stadtwerken Bregenz wurden bis zum 29. Juli heuer bereits 118.000 Besucherinnen und Besucher gezählt – das entspricht einem Plus von 61 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, als rund 73.000 Badegäste registriert wurden. Zu beachten ist, dass noch zwei Julitage nicht in dieser Zahl enthalten sind und die sommerlichen Temperaturen voraussichtlich weitere Zuwächse bringen.
Regionale Vergleiche und Rekordperspektiven
Auch andere Bäder im Land verzeichnen stark erhöhte Frequenzen. Das Waldbad Gisingen in Feldkirch meldet bis Ende Juli knapp 72.000 Besucher gegenüber rund 46.000 im Vorjahr – ein Plus von etwa 56 Prozent. Das Erholungszentrum Rheinauen in Hohenems und Altach hat bereits mehr als 100.000 Gäste empfangen und damit die Besucherzahl der gesamten Vorsaison erreicht.
„Die Zahl der Badegäste dürfte bis Monatsende weiter deutlich steigen.“
Die Leitung des Walgaubads in Nenzing spricht ebenfalls von einem spürbaren Zuwachs: Bis Ende Juli wurden rund 70.000 Besucher gezählt, was den Standort nahe an historische Rekorde rückt.
Konkrete Folgen für Besucher und Betreiber
Für die Menschen im Bezirk Bregenz und Umgebung hat der Besucheranstieg mehrere unmittelbare Auswirkungen:
- Höhere Auslastung und längere Wartezeiten bei Eintritten und an Kassen
- Engpässe bei Liegeflächen und Parkplätzen, vor allem an heißen Wochenenden
- Erhöhter Bedarf an Aufsichtspersonal und Sicherheitseinrichtungen
- Mögliche Anpassungen bei Öffnungszeiten und Zusatzangeboten durch die Betreiber
Stadtwerke und Badbetreiber sind gefordert, den stärkeren Andrang organisatorisch zu bewältigen – etwa durch zusätzliche Kassenkräfte, verstärkte Aufsicht oder temporäre Verkehrsregelungen an Zufahrten und Parkflächen. Besucherinnen und Besucher sollten an Sonn- und Feiertagen mit erhöhtem Andrang rechnen, früher anreisen oder alternative Badestellen in Betracht ziehen.
| Bad | Besucher bis Ende Juli (heuer) | Vergleich Vorjahr |
|---|---|---|
| Seebad Bregenz | 118.000 | +61% (vorjahr: 73.000) |
| Waldbad Gisingen | 72.000 | +56% (vorjahr: 46.000) |
| Rheinauen (Hohenems/Altach) | >100.000 | Schon jetzt Jahreswert erreicht |
| Walgaubad (Nenzing) | 70.000 | Rekordnähe |
Für Besucherinnen und Besucher gilt daher: Frühzeitige Planung, Nutzung von Rad- und Öffi-Angeboten, ausreichend Sonnenschutz und Rücksicht in stark frequentierten Bereichen. Betreiber weisen zugleich darauf hin, dass sich die Lage dynamisch entwickeln kann und weitere Maßnahmen möglich sind, sollte der Andrang anhalten.