Frühzeitige Planung statt Hauruck-Aktionen
Austria Lustenau hat nach dem Aufstieg in die Admiral Bundesliga die Vorbereitung auf die neue Saison so angelegt, dass der Klub nicht erneut in den Abstiegskampf abrutscht. Cheftrainer Markus Mader, der den Verein bereits 2022 in die höchste Spielklasse führte, betont die Bedeutung einer frühzeitigen Kaderplanung: Schon während der Frühjahrsmeisterschaft sei mit Blick auf verschiedene Szenarien gehandelt worden.
Die Transferzeit stellte sich als Herausforderung dar: Mit Mame Wade, Jack Lahne und Amine Bouchenna verloren die Lustenauer drei der besten Torschützen der Aufstiegssaison. Das Trio hatte zusammen 23 von 40 Treffern im Meisterjahr erzielt. Dennoch zeigt sich der Trainer zuversichtlich, weil gezielt nach Verstärkungen gesucht wurde.
Neuzugänge und Defensivstabilität als Strategie
Die Verantwortlichen reagierten mit konkreten Verpflichtungen: Als Offensivverstärkung wurde Albin Gashi verpflichtet, der nach 13 Saisontoren in Hertha Wels nach Lustenau wechselt. Zusätzlich sollen Leihspieler wie Precious Benjamin (Hoffenheim), Dominik Weixelbraun (Rapid) und Dion Kacuri (Basel) helfen, die Abgänge zu kompensieren. In der Defensive hofft man auf Stabilität durch die Rückkehr von Danilo Soares sowie die Verpflichtung von Niklas Pertlwieser (von Amstetten).
Die Mannschaftssituation unterscheidet sich damit deutlich von vor vier Jahren: Damals stand der Kader erst kurz vor Saisonbeginn, teils bedingt durch späte Leihtransfers vom Kooperationspartner Clermont Foot. Diese Kooperation wurde inzwischen beendet; der aktuelle Kader war bereits im Juli größtenteils komplett, was dem Trainerstab mehr Zeit für Integration und Vorbereitung lasse.
„Für uns zählt nur der Klassenerhalt.“
Dieses Ziel formuliert der Verein klar. Mader verweist gleichzeitig auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Als Aufsteiger verfüge man wahrscheinlich über ein geringeres Budget als viele etablierte Bundesligisten. Strategisch setzt Lustenau daher auf eine Mischung aus gezielten Neuverpflichtungen, Rückkehrern und Leihen.
Konkrete Folgen für Fans und Lokalwirtschaft
Für die Lustenauer Bevölkerung bedeutet die Bundesliga-Rückkehr nicht nur ein sportliches Highlight: Höhere Zuschauerzahlen bei Heimspielen, intensivere Medienpräsenz und stärkere Frequentierung der Gastronomie rund um das Stadion sind zu erwarten. Gleichzeitig wird die Belastung der Infrastruktur bei Spieltagen zunehmen – Parkraum, Verkehrsregelung und Sicherheitsmaßnahmen werden für den Verein und die Gemeinde wichtige Themen bleiben.
- Kaderveränderungen: Verlust von drei Top-Torschützen, dafür Neuzugänge und Leihen.
- Strategie: Frühe Kaderplanung, Ende der Kooperation mit Clermont Foot.
- Ziel: Klassenerhalt als klare Vorgabe.
| Position | Spieler (neu/retour) | Vorheriger Verein |
|---|---|---|
| Sturm | Albin Gashi | Hertha Wels |
| Leihspieler | Precious Benjamin | Hoffenheim |
| Leihspieler | Dominik Weixelbraun | Rapid |
| Leihspieler | Dion Kacuri | Basel |
| Abwehr | Niklas Pertlwieser | Amstetten |
| Abwehr (Retour) | Danilo Soares | (Rückkehrer) |
Für die Fans bleibt abzuwarten, wie schnell sich die Neuzugänge einfügen und ob die Mannschaft die Offensiveverluste kompensieren kann. Der Verein setzt auf Kontinuität in der sportlichen Leitung und auf die Erfahrung von Mader, um das ausgegebene Ziel zu erreichen. Spieltermine und weitergehende Kaderinformationen werden in den kommenden Wochen publiziert werden.