Am Donnerstag alarmierten Anrainer die Einsatzkräfte, nachdem sie im Bereich des Klosters am Bregenzer Thalbach verendete Fische und vereinzelte Ölspuren auf der Wasseroberfläche entdeckt hatten. Die Feuerwehr Bregenz-Stadt rückte mit drei Fahrzeugen und zehn Mitgliedern aus, entfernte die Ölrückstände sowie die toten Fische und spülte den betroffenen Bachabschnitt mit Wasser aus einem Hydranten durch.
Was vor Ort festgestellt wurde
Die Einsatzkräfte bargen nach Angaben vor Ort zwischen einem Dutzend und rund 20 Forellen. Im betroffenen Abschnitt führt der Thalbach derzeit nur sehr wenig Wasser; der Pegel ist so niedrig, dass das Wasser dort nicht mehr sichtbar fließt, sondern steht. Aufgrund dieses geringen Wasserstandes wird als mögliche Ursache ein zu niedriger Sauerstoffgehalt im Wasser vermutet – eine offizielle Bestätigung liegt jedoch noch nicht vor.
"Das ist wirklich schade"
Die Einsatzkräfte wiesen darauf hin, dass das Einleiten von Frischwasser den Sauerstoffgehalt nur vorübergehend erhöhen könne. Bleibt der niedrige Wasserstand bestehen, könnte sich die Situation demnach weiterhin verschlechtern. Konkrete Messwerte zum Sauerstoffgehalt oder weiterführende Untersuchungsergebnisse wurden bislang nicht veröffentlicht.
Was das für Anrainer und Nutzer des Gewässers bedeutet
- Vorsicht in und an dem betroffenen Abschnitt des Thalbachs: Aufsichtspersonen sollten Kinder und Hunde fernhalten.
- Sichtungen von toten Fischen, Ölfilmen oder ungewöhnlichen Gerüchen sollten umgehend der Feuerwehr oder der Gemeinde gemeldet werden, damit Einsatzmaßnahmen rasch erfolgen können.
- Kurzfristige Maßnahmen wie das Durchspülen mit Hydrantenwasser können die Situation nur temporär verbessern; eine nachhaltige Besserung ist an den Niederschlag und den Gewässerzufluss gebunden.
Der Fall verdeutlicht die empfindliche Lage kleiner Gewässer in Trockenzeiten: Niedrige Abflüsse führen zu stehenden Bereichen mit geringem Sauerstoffangebot, wodurch Fische empfindlich reagieren können. Für die betroffenen Anrainer bleibt die Frage nach der genauen Ursache offen, da staatliche Stellen oder Gewässeraufsicht bislang keine abschließende Bestätigung veröffentlicht haben.
| Parameter | Vor Ort berichteter Wert |
|---|---|
| Gerettete/verendete Fische | zwischen einem Dutzend und ~20 Forellen |
| Einsatzkräfte | 3 Fahrzeuge, 10 Mitglieder (Feuerwehr Bregenz-Stadt) |
| Maßnahme | Entfernung von Ölrückständen, Bergen der Fische, Durchspülen mit Hydrantenwasser |
Bis weitere Analysen vorliegen, bleibt die Lage hinsichtlich möglicher Schadstoffeinträge oder anderer Ursachen ungeklärt. Betroffene können bei anhaltenden Problemen mit Geruchs- oder Sichtbeeinträchtigungen weitere Meldungen an die örtlichen Einsatzkräfte richten, um schnelle Dokumentation und gegebenenfalls Probenahmen zu ermöglichen.
Die Entwicklung wird von den zuständigen Stellen kritisch zu beobachten sein, da anhaltende Trockenheit die ökologische Stabilität kleiner Bäche auch langfristig gefährden kann.