Comeback auf der Drau: Regatta kehrt nach mehr als sechs Jahrzehnten zurück
Im Rahmen des 81. Villacher Kirchtags wurde am Mittwochabend eine historische Tradition wieder aufgenommen: Erstmals seit 1960 fand wieder eine Ruderregatta auf der Drau statt. Die Rennboote der beiden Kontrahenten – der Ruderverein Villach und Nautilus Klagenfurt – lieferten sich auf einer Strecke von knapp 900 Metern ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das schließlich die Mannschaft aus Villach für sich entschied.
Die Boote starteten laut Veranstaltungsablauf im Bereich der Kriegsbrücke und steuerten das Ziel bei den Drauterrassen in Höhe des Congress Centers an. Als besondere symbolische Geste übernahmen die beiden Bürgermeister die Funktion der Steuermänner: Günther Albel (SPÖ) und Christian Scheider (FSP) saßen jeweils an Steuerbord ihrer Städtevertretungen und begleiteten die Rennen.
Die Siegerehrung fand anschließend am Rathausplatz statt, wo die Stimmung deutlich anstieg: Nach dem Rennen ertönte, ganz nach norwegischem Vorbild, ein lauter „ROW“-Ruf, bevor die Trophäen übergeben wurden. Trotz der Niederlage zeigte sich Klagenfurts Bürgermeister sportlich. Er reagierte mit Humor auf die Niederlage und bot eine Revanche in einer anderen Sportart an.
„Auch wenn es diesmal für den ersten Platz nicht ganz gereicht hat, kann ich gerne eine Revanche in einer anderen Sportart anbieten – zum Beispiel im Tennis.“
Bedeutung für Villach: Tradition, Öffentlichkeit und Tourismus
Das Wiederaufleben der Regatta hat mehrere konkrete Folgen für Villach: Zum einen wird eine historische Veranstaltung neu belebt, die das kulturelle Profil des Kirchtags erweitert. Zum anderen sorgt eine derartige Sportattraktion für verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit an der Drau und eine Belebung der Uferzonen rund um Kriegsbrücke und Drauterrassen. Die Präsenz der Bürgermeister als Steuermänner verstärkte das mediale Interesse und demonstrierte den Stellenwert, den die Stadt der Veranstaltung beimisst.
- Historische Kontinuität: Erste Regatta seit 1960 beim Villacher Kirchtag.
- Lokaler Wettbewerb: Ruderverein Villach gewinnt gegen Nautilus Klagenfurt.
- Öffentlicher Raum: Start und Ziel beleben Kriegsbrücke und Drauterrassen.
Für Anrainer und Besucherinnen bedeutet das gesteigerte Veranstaltungsangebot mehr Publikum an den Uferbereichen und eine höhere Frequentierung gastronomischer Betriebe in der Umgebung. Organisatorisch erfordert die Durchführung solcher Rennen Sicherheitsmaßnahmen auf der Drau, Koordination mit der Stadtkommunikation sowie eine Abstimmung mit Rettungs- und Einsatzkräften, damit Zuschauerbereiche am Ufer sicher bleiben.
Rennübersicht — die wichtigsten Daten
| Datum | Mittwoch (während des 81. Villacher Kirchtags) |
|---|---|
| Strecke | knapp 900 m (Kriegsbrücke → Drauterrassen / Congress Center) |
| Teams | Ruderverein Villach vs. Nautilus Klagenfurt |
| Ergebnis | Sieg für Ruderverein Villach |
| Siegerehrung | Rathausplatz |
Die Wiederaufnahme der Regatta könnte künftig regelmäßiger Bestandteil des Villacher Kirchtags werden, sofern Veranstalter, Vereine und Stadt weiterhin zusammenarbeiten. Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Villach bietet das Ereignis nicht nur eine sportliche Attraktion, sondern auch ein Signal dafür, wie lokale Traditionen mit modernen Festformaten verbunden werden können.