Notruf führte die Polizei zu einem Mehrparteienhaus
Ein Einsatz der Wiener Polizei hat am Freitag in Floridsdorf zu mehreren Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz und zur Festnahme eines Mannes geführt. Ausgangspunkt war ein Notruf kurz nach 6.00 Uhr: Eine Nachbarin hatte berichtet, dass gegen die Tür einer Wohnung getreten werde. Als die Beamten zu den Räumlichkeiten gingen, trafen sie im Stiegenhaus auf drei Männer im Alter von 20, 23 und 26 Jahren.
Die drei Männer erklärten den Polizisten, sie würden sich wegen eines Freundes sorgen, der sich in der Wohnung befinden und Suchtmittel konsumiert haben könnte. Nach ihrer Darstellung bestand möglicherweise ein medizinischer Notfall. Die Beamten bewerteten die Angaben jedoch als widersprüchlich. Kurz darauf fiel dem 26-Jährigen ein kleines Plastikbehältnis mit weißem Pulver aus der Kleidung.
Der Betroffene bezeichnete die Substanz laut Polizeisprecherin Julia Schick als „Koks“.
Weitere Substanzen und Tabletten entdeckt
Bei der anschließenden Kontrolle der drei Männer fanden die Einsatzkräfte zwei weitere Plastiktüten mit mutmaßlichen Suchtmitteln. Außerdem wurden Gegenstände, die dem Drogenkonsum dienen können, sowie mehrere rezeptpflichtige Tabletten entdeckt. Gegen das Trio wurden daraufhin Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz erstattet.
| Festgestellte Personen | Ergebnis des Einsatzes |
|---|---|
| Drei Männer im Alter von 20, 23 und 26 Jahren | Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz |
| Bewohner der Wohnung | Festnahme nach weiteren Funden |
Bewohner schlafend angetroffen
Der zunächst vermutete medizinische Notfall bestätigte sich nicht. Nachdem die Wohnungstür gewaltsam geöffnet worden war, fanden die Beamten den gesuchten Freund schlafend vor. Er musste laut Polizei mehrfach laut angesprochen und gerüttelt werden, bevor er aufwachte.
In der Küche stießen die Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei auf einen eingeschweißten weißen Block mit weißem Pulver. Auf der Verpackung stand die Zahl „80“. Laut Polizeisprecherin könnte diese Angabe auf die enthaltene Menge hindeuten; eine abschließende Einordnung der Substanz ist dem vorliegenden Bericht nicht zu entnehmen.
Ermittlungen nach mehreren Funden
Darüber hinaus wurden in der Wohnung weitere kleine Säckchen mit Inhalt, Tabletten, mehrere Mobiltelefone und Bargeld in kleiner Stückelung gefunden. Der Bewohner wurde festgenommen. Damit erstreckten sich die polizeilichen Maßnahmen sowohl auf die drei Männer im Stiegenhaus als auch auf die Räumlichkeiten, zu denen der ursprüngliche Notruf geführt hatte.
Für Anrainerinnen und Anrainer begann der Einsatz mit einer unklaren und potenziell gefährlichen Situation im gemeinsamen Wohnhaus. Die Polizei rückte zunächst wegen des Verdachts einer Bedrohung oder eines medizinischen Problems aus. Im Zuge der Abklärungen wurden schließlich die mutmaßlichen Suchtmittelfunde festgestellt. Ob und in welchem Umfang die einzelnen Gegenstände den jeweils angezeigten Personen zugeordnet werden können, ist im vorliegenden Quellbericht nicht näher ausgeführt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
- Auslöser: Notruf wegen Tritten gegen eine Wohnungstür.
- Folgen: Drei Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz und eine Festnahme.
- Fundorte: Bei den angetroffenen Männern sowie in der Wohnung.