Gefährlicher Eingriff in Traun
Ein Vorfall in einem Waldgebiet von Traun beschäftigt Polizei und Stadtverwaltung. Unbekannte spannten dort gewachste Zahnseide quer über einen Weg. Die kaum auffällige Vorrichtung konnte dadurch zu einer erheblichen Gefahr für jene werden, die den Weg mit dem Fahrrad, zu Fuß oder beim Laufen benützen.
Nach den vorliegenden Angaben war die Schnur in einer Höhe angebracht, die für Radfahrer besonders kritisch sein kann. Wer mit höherem Tempo unterwegs ist, könnte ein solches Hindernis erst spät erkennen. Im ungünstigsten Fall wären schwere Verletzungen möglich gewesen. Ob es tatsächlich zu einem Unfall kam, geht aus den bisher bekannten Informationen nicht hervor.
Polizei führt Ermittlungen
Die Polizei wurde nach dem Bekanntwerden des Vorfalls eingeschaltet und hat Ermittlungen aufgenommen. Der Fall wurde außerdem an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Hinweise auf jene Personen, die die Zahnseide angebracht haben, liegen derzeit nicht vor. Damit ist auch offen, ob es sich um eine einmalige Aktion handelt oder ob weitere Wege betroffen sein könnten.
Bürgermeister Karl-Heinz Koll verurteilte die Gefährdung von Menschen scharf und rief zur Aufmerksamkeit auf. Gerade weil eine solche Vorrichtung in einem Waldgebiet schwer zu erkennen sein kann, richtet sich der Appell an alle Nutzer der Wege. Auffällige Beobachtungen sowie ähnliche Hindernisse sollten nicht selbst beseitigt werden, wenn dadurch eine zusätzliche Gefahr entstehen könnte, sondern unverzüglich gemeldet werden.
Kontrolle weiterer Wege angeordnet
Für die Stadt Traun wurde der Wirtschaftshof beauftragt, weitere Wege in dem Gebiet auf vergleichbare Fallen zu überprüfen. Die Kontrolle soll dazu beitragen, zusätzliche Gefahrenstellen möglichst rasch zu entdecken. Eine flächendeckende Entwarnung lässt sich aus dem bisherigen Ermittlungsstand jedoch nicht ableiten.
- Radfahrer sollten in den betroffenen Waldgebieten besonders aufmerksam und mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs sein.
- Läufer und Spaziergänger werden ebenfalls ersucht, auf quer über den Weg gespannte Schnüre oder andere Hindernisse zu achten.
- Verdächtige Wahrnehmungen oder weitere Vorrichtungen sind unmittelbar der Polizei zu melden.
Für die Bevölkerung bedeutet der Vorfall vor allem, dass auch wenig auffällige Gegenstände auf stark frequentierten Wegen eine ernste Bedrohung darstellen können. Die Ermittlungen sollen nun klären, wer die Falle errichtet hat. Bis dahin bleibt erhöhte Vorsicht in den Trauner Waldgebieten angebracht.