Planung für den nächsten Ausbauschritt
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben die nächsten Schritte für die Weiterentwicklung der Weststrecke in Oberösterreich festgelegt. Im Rahmenplan für die Jahre 2027 bis 2032 sind insgesamt 66,8 Millionen Euro für Planungen vorgesehen, die den Umbau des Welser Hauptbahnhofs und den viergleisigen Ausbau der Bahnverbindung zwischen Wels und Lambach betreffen. Damit geht es zunächst um die Vorbereitung der Projekte, nicht um eine bereits angekündigte Fertigstellung der Bauarbeiten.
Die Weststrecke ist eine zentrale Bahnverbindung Österreichs. Nach Angaben der ÖBB fährt etwa ein Drittel aller Züge des Landes auf der Strecke zwischen Wien und Salzburg sowie weiter in Richtung Deutschland, Schweiz und Ungarn. Der schrittweise Ausbau zusätzlicher Gleise soll daher mehr Platz für den Personen- und Güterverkehr schaffen. Für die Menschen in Wels ist besonders der Hauptbahnhof von Bedeutung: Er liegt an einer stark genutzten überregionalen Verbindung und soll in den weiteren Ausbau einbezogen werden.
Mehr Kapazität und stabilerer Betrieb als Ziele
Mit den zusätzlichen Gleisen verbinden die ÖBB mehrere verkehrliche Ziele. Angestrebt werden ein dichteres Zugangebot, ein stabilerer Betrieb und eine höhere Pünktlichkeit. Auch kürzere Reisezeiten zwischen Wien und Salzburg bleiben Teil der Ausbauplanung. Langfristig soll die Fahrzeit auf dieser Verbindung weiterhin unter zwei Stunden und 15 Minuten liegen. Ob und wann sich diese Verbesserungen im Alltag der Fahrgäste konkret bemerkbar machen, hängt von den weiteren Planungs- und Umsetzungsschritten ab.
Rund um Wels steht das Vorhaben nicht isoliert. Entlang der oberösterreichischen Weststrecke laufen bereits mehrere Bau- und Planungsprojekte. Gebaut wird derzeit an der Westseite des Linzer Hauptbahnhofs sowie auf den Abschnitten Linz–Marchtrenk und Marchtrenk–Wels. Der Bereich vom Linzer Verschiebebahnhof West bis zur Linzer Signalbrücke befindet sich laut ÖBB noch in der Planung. Die einzelnen Maßnahmen sollen das bestehende Nadelöhr zwischen Linz und Wels schrittweise entlasten.
Wels als Knotenpunkt für ein weiteres Bahnprojekt
Der Ausbau in und rund um Wels hat außerdem eine strategische Funktion für die sogenannte Neue Innkreisbahn. Diese ist im Zielnetz 2040 vorgesehen und soll später eine direkte Verbindung vom Raum Wels beziehungsweise Lambach in Richtung Deutschland ermöglichen. Damit eine neue Strecke an das bestehende Schienennetz angeschlossen werden kann, sind nach Angaben der ÖBB zunächst vorbereitende Arbeiten an der Weststrecke erforderlich.
Zu diesen Voraussetzungen zählen insbesondere der Umbau des Welser Hauptbahnhofs und der viergleisige Ausbau zwischen Wels und Lambach. Der nun beschlossene Finanzrahmen schafft somit die Grundlage für die weitere technische und verkehrliche Planung. Für die Region bedeutet das, dass Wels in den langfristigen Ausbauplänen des österreichischen Bahnnetzes eine zentrale Rolle behält. Die wichtigsten Eckpunkte des aktuellen Rahmenplans:
- 66,8 Millionen Euro sind für die Planung vorgesehen.
- Betroffen sind der Welser Hauptbahnhof und die Strecke bis Lambach.
- Die Maßnahmen sollen auch die spätere Neue Innkreisbahn vorbereiten.
- Der Rahmenplan gilt für den Zeitraum 2027 bis 2032.
| Projekt | Stand laut ÖBB | Bedeutung |
|---|---|---|
| Umbau des Welser Hauptbahnhofs | Planung vorgesehen | Voraussetzung für weitere Netzanbindungen |
| Viergleisiger Ausbau Wels–Lambach | Planung vorgesehen | Mehr Kapazität für Personen- und Güterverkehr |
| Neue Innkreisbahn | Im Zielnetz 2040 enthalten | Geplante Direktverbindung Richtung Deutschland |