Frankreich setzt sich durch: zwei Tore, ein Nervenkrieg
Frankreich hat sich im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Marokko mit 2:0 durchgesetzt und steht damit im Halbfinale. Der Achtungserfolg war am Ende deutlich, doch der Weg dorthin war von dramatischen Momenten geprägt: Starstürmer Kylian Mbappé vergab in der ersten Halbzeit einen Strafstoß (28.), ehe er in der zweiten Hälfte mit einem spektakulären Treffer die Führung erzielte (60'). Kurz darauf machte Ousmane Dembélé den Sack zu (66').
Die Partie in Foxborough begann ausgeglichen, doch die Franzosen bestimmten über weite Strecken das Geschehen und kamen immer wieder zu Chancen gegen den gut aufgelegten marokkanischen Torhüter. Der von der Quelle als „Traumtor“ beschriebene Treffer Mbappés war zugleich sein achte Turniertor und das 20. im 20. WM-Spiel des Angreifers – ein statistischer Meilenstein, der seine Ausnahmestellung unterstreicht.
Zwischen Hoffnung und Erleichterung: Der Elfmeter, die Wende
Der frühe Höhepunkt und gleichzeitige Schockmoment für Frankreich war der verschossene Strafstoß durch Mbappé in der 28. Minute, als Marokkos Schlussmann glänzend parierte. Diese Szene hielt das Spiel lange offen, denn auch danach scheiterten die Franzosen immer wieder an der defensiven Ordnung Marokkos und an dessen Torhüter.
- 28. Minute: Mbappé verschießt einen Foulelfmeter.
- 60. Minute: Mbappé erzielt das 1:0 per Traumtor aus der Strafraumgrenze.
- 66. Minute: Dembélé erhöht auf 2:0 und entscheidet die Partie.
Der zweite Durchbruch kam nach der Halbzeit, als Mbappé die Geduld mit einem spektakulären Schlenzer belohnte. Nur sechs Minuten später sorgte Dembélé mit seinem fünften Turniertor für die Vorentscheidung und ließ die französischen Fans aufatmen.
Trainer, Verletzungssorgen und der Blick nach vorn
Trainer Didier Deschamps erreichte mit seinem Einsatz in diesem Spiel einen persönlichen Rekord: Es war sein 25. WM-Spiel als Teamchef, womit er mit dem früheren Bundestrainer Helmut Schön gleichzog. Für das französische Team eröffnet sich nun die Chance auf ein weiteres Kapitel Fußballgeschichte: Im Halbfinale wartet am Dienstag in Dallas entweder Spanien oder Belgien (Anstoß: 21.00 Uhr MESZ).
Dennoch hinterlässt die Partie auch Fragen: Mbappé musste in der 77. Minute ausgewechselt werden und erhielt anschließend Eis auf den Knöchel. Ob dies über das Turnier hinaus Auswirkungen hat, bleibt abzuwarten; die medizinische Bewertung wird in den kommenden Tagen genau beobachtet werden müssen.
Marokko scheitert an der Defensive und am Glück
Für Marokko, das mit einer engmaschigen Defensivtaktik operierte, endet der Traum vom erneuten Vorstoß in die Vorschlussrunde. Die Mannschaft hielt eine Stunde lang stand, wurde dann aber von der individuellen Klasse der Franzosen überwunden. Trotz guter Organisation und mutiger Phasen reichte es nicht für ein erneutes Halbfinale.
| Minute | Ereignis |
|---|---|
| 28' | Mbappé verschießt Elfmeter (Bounou pariert) |
| 60' | Mbappé erzielt 1:0 (Traumtor) |
| 66' | Dembélé trifft zum 2:0 |
| 77' | Mbappé wird ausgewechselt; Knöchel mit Eis |
Zusammenfassend steht fest: Frankreich bleibt im Turnier trotz eines frühen Rückschlags im Elfmeter-Szenario die dominante Kraft – nicht zuletzt dank der Klasse von Mbappé und der Durchschlagskraft von Dembélé. Die Franzosen dürfen nun auf weiterführende historische Ambitionen hoffen; Marokko dagegen muss das Turnier mit dem Respekt vor einer starken defensiven Vorstellung verlassen.