Die Stadt Krems hat im Juli die Photovoltaikleistung am Kindergarten Hamerlingstraße von 15 auf 30 kWp verdoppelt. Laut Angaben der Stadt kann damit ein erheblicher Teil des jährlichen Strombedarfs der Einrichtung gedeckt werden: Der Kindergarten verbraucht rund 28.000 Kilowattstunden pro Jahr, ein wesentlicher Anteil davon soll künftig durch den selbst erzeugten Sonnenstrom direkt genutzt werden.
Teil einer städtischen Sonnenstrom-Offensive
Die Erweiterung ist ein Baustein der städtischen Initiative, sukzessive kommunale Gebäude mit Photovoltaik auszustatten. Krems betreibt derzeit nach städtischen Angaben bereits 20 PV-Anlagen auf kommunalen Gebäuden mit einer installierten Wechselrichterleistung von insgesamt 963 kW. Für heuer sind weitere Anlagen mit zusammen rund 210 kW Wechselrichterleistung angekündigt, die noch in Betrieb genommen werden sollen.
Bereichsleiter Karl Rauscher betont in der Kurzmeldung, dass durch die Leistungsverdopplung der Eigenverbrauch gesteigert und der Bezug von Netzstrom reduziert werden könne. Das Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms "KEM Krems" umgesetzt.
„Mit jeder zusätzlichen Photovoltaikanlage machen wir Krems ein Stück unabhängiger von fossilen Energieträgern und investieren nachhaltig in die Zukunft unserer Kinder. Die Erweiterung am Kindergarten Hamerlingstraße zeigt, wie Klimaschutz und verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Mitteln Hand in Hand gehen“, heißt es von Bürgermeister Peter Molnar (SPÖ).
Was das konkret für Krems bedeutet
Für Eltern und Betreuer bedeutet die Ausweitung der PV-Leistung vor allem, dass ein größerer Teil des laufenden Stromverbrauchs vor Ort gedeckt wird — von Beleuchtung und Lüftung bis zu Küchengeräten und Pflegeräumen. Auf kommunaler Ebene reduziert geringerer Netzbezug die laufenden Betriebskosten und mindert die Anfälligkeit gegenüber steigenden Strompreisen.
- Installierte Leistung Kindergarten: 30 kWp (vorher 15 kWp)
- Jährlicher Strombedarf des Kindergartens: ca. 28.000 kWh
- Städtische PV-Anlagen insgesamt: 20 Anlagen, Wechselrichterleistung 963 kW
- Geplante Erweiterungen in diesem Jahr: ~210 kW zusätzlicher Wechselrichterleistung
| Vorher | Nachher |
|---|---|
| 15 kWp | 30 kWp |
Die Förderung durch den Klima- und Energiefonds sowie die Einbindung in das Programm "KEM Krems" zeigen, dass die Maßnahme Teil einer längerfristigen kommunalen Strategie ist. Die Stadt setzt dabei auf eine Potenzialanalyse, um geeignete Dächer und Liegenschaften schrittweise mit PV-Anlagen auszustatten.
Praktische Hinweise für die Bevölkerung
Für Bürgerinnen und Bürger ist die Maßnahme ein Indiz dafür, dass die Stadtverwaltung Energieeffizienz und Klimaschutz in kommunalen Investitionen berücksichtigt. Familien im Umfeld des Kindergartens können mittelfristig mit einer stabileren Energiebasis für die Einrichtung rechnen. Genauere Zahlen zur Eigenverbrauchsquote oder zur erwarteten Einsparung bei den Betriebskosten hat die Stadt bisher nicht detailliert veröffentlicht; die vorliegenden Angaben beschränken sich auf installierte Leistungen und das ungefähre Jahresverbrauchsvolumen.
Insgesamt positioniert sich Krems damit weiter als Vorreiter im kommunalen Ausbau der Sonnenenergie in der Region.