Extremes Niedrigwasser an der Rems: Pegel bei 11 Zentimetern
Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) weist für die Rems in Schwäbisch Gmünd derzeit ungewöhnlich geringe Wasserstände aus. An der dortigen Messstelle lag der Pegel am Donnerstagmorgen bei lediglich 11 Zentimetern, deutlich unter dem genannten mittleren Niedrigwasser von 15 Zentimetern und weit entfernt vom Mittelwasser von 34 Zentimetern. Die Durchflussmenge wurde mit 0,19 Kubikmeter pro Sekunde angegeben.
Die Entwicklung dokumentiert sich nicht nur in Zahlen: Entlang des Flusslaufs sind freigelegte Kiesbänke und trockene Ufer deutlich sichtbar. Die LUBW klassifiziert die Lage landesweit als extremes Niedrigwasser: Rund 59 Prozent aller Niedrigwasser-Informationspegel melden demnach extrem niedrige Wasserstände, weitere 28 Prozent sehr niedrige und 6 Prozent niedrige Pegel.
Ursachen und meteorologischer Hintergrund
Als Hauptursache für die niedrigen Pegel nennt die LUBW die anhaltende Niederschlagsarmut der vergangenen Monate. Konkrete Zahlen aus der Region belegen dies: Im Juni fielen etwa 55 Millimeter Regen – nur rund die Hälfte des langjährigen Mittels – im Juli waren es durchschnittlich 40 Millimeter gegenüber üblichen rund 91 Millimetern.
- Messstelle Schwäbisch Gmünd: Pegel 11 cm (10 Uhr, Donnerstag)
- Mittleres Niedrigwasser an dieser Stelle: 15 cm
- Mittelwasser an dieser Stelle: 34 cm
- Durchfluss: 0,19 m³/s
Für Menschen im Bezirk Gmünd und Umgebung sind solche Berichte relevant, weil sie ein Bild des sich verändernden Wasserhaushalts in Mitteleuropa zeichnen. Niedrigwasser beeinflusst nicht nur die Ökologie der Flüsse, sondern kann auch Folgen für Landwirtschaft, Trinkwasserressourcen, Naherholung und Gewässerbewirtschaftung nach sich ziehen.
„Die Rems führt derzeit so wenig Wasser wie selten zuvor.“
Konkrete Folgen und lokale Relevanz
Wenngleich die Messwerte von der Rems in Baden-Württemberg stammen, sind die beschriebenen Trends Teil eines größeren Wasserdefizits, das auch in Nachbarregionen spürbar sein kann. Niedrige Flussstände erhöhen Wassertemperaturen, belasten Fische und andere Wasserorganismen und machen industrielle oder landwirtschaftliche Entnahmen schwieriger. Auch Freizeiteinrichtungen an Flüssen sind betroffen, wenn Uferbereiche austrocknen.
| Messpunkt | Pegel | Referenzwert |
|---|---|---|
| Schwäbisch Gmünd (Rems) | 11 cm | Mittleres Niedrigwasser: 15 cm |
| Schwäbisch Gmünd (Rems) | Durchfluss 0,19 m³/s | Mittelwasser: 34 cm |
Behördenwarnungen und Langzeitbeobachtungen sind jetzt wichtig, um kurzfristige Einschränkungen zu managen und langfristige Anpassungen zu planen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Wasser sparen, auf Hinweise der lokalen Wasserbehörden achten und lokale Gewässerschutzmaßnahmen unterstützen. Kommunen und Wasserversorger sind gefordert, ihre Reserven und Versorgungssicherheit zu prüfen.
Die LUBW betont, dass derzeit keine nachhaltige Entspannung der Lage in Sicht ist. Wie sich die Pegel in den kommenden Wochen entwickeln, hängt maßgeblich von den Niederschlagsmengen und regionalen Witterungsverläufen ab.