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Visionen für ein klimaresilientes Krems: Ausstellung im Rathausfoyer zeigt Konzepte

Internationale Architekturstudierende präsentieren im Rathausfoyer der Stadt Krems Entwürfe für kühlere, grünere Stadträume — die Ausstellung ist bis Ende August bei freiem Eintritt zu sehen.

Visionen für ein klimaresilientes Krems: Ausstellung im Rathausfoyer zeigt Konzepte
©Illustration KI Andreas Reiter / steirerblatt.at

Internationale Entwürfe für lokale Herausforderungen

Im Rathausfoyer der Stadt Krems sind aktuell Arbeiten internationaler Architekturstudierender zu sehen, die konkrete Vorschläge für eine klimaresiliente Stadtentwicklung vorlegen. Unter dem Titel „Wo sich Krems und die Donau begegnen“ zeigen die Entwürfe, wie historische Stadträume hitzeangepasst, grüner und lebenswerter gestaltet werden können, ohne das kulturelle Erbe zu verletzen. Die Ausstellung ist bis Ende August bei freiem Eintritt geöffnet.

Wer war beteiligt — und wie entstanden die Konzepte?

Die Arbeiten entstanden im Rahmen eines dreiwöchigen internationalen Städtebau-Workshops des New Jersey Institute of Technology (NJIT). Organisiert und geleitet wurde der Workshop von Gernot Riether (NJIT). An der Kooperation waren neben der Stadt Krems auch AIR – Artist in Residence Niederösterreich, die Universität für Weiterbildung Krems sowie mehrere regionale Partner:innen beteiligt. Ziel war es, die Beziehung der Stadt zur Donau zu stärken und Anpassungsstrategien an zunehmende Hitze und Extremwetter zu erarbeiten.

  • Ausstellungsort: Rathausfoyer Krems
  • Laufzeit: bis Ende August
  • Eintritt: frei
  • Beteiligte: NJIT, Gernot Riether, Stadt Krems, AIR, Universität für Weiterbildung Krems und regionale Partner:innen

Konkrete Vorschläge der Studierenden

Die gezeigten Entwürfe decken ein Spektrum an Maßnahmen ab, die im städtischen Kontext sowohl kurz- als auch langfristig Wirkung zeigen könnten. Dazu zählen unter anderem:

  • Entsiegelung von Plätzen und Verkehrsflächen zugunsten von Versickerung und Kühlung durch Bodenvegetation
  • Neue Grün- und Erholungsräume sowie schattenspendende Baumlandschaften
  • Schwimmende öffentliche Plätze oder Bühnen auf der Donau, die den Fluss stärker ins Stadterleben integrieren
  • Innovative Verbindungen zwischen Altstadt, Kunstmeile, Universitäten und Flussufer

Die Visualisierungen zeigen zudem Vorher‑/Nachher-Szenarien, die deutlich machen, wie stark sich Aufenthaltsqualität und Mikroklima durch gezielte Eingriffe verändern können.

Was bedeutet das für Krems?

Für die Bewohnerinnen und Bewohner der UNESCO‑Welterbestadt liefern die präsentierten Ideen konkrete Ansätze, mit denen die Stadt den prognostizierten Zunahmen von Hitzetagen, Tropennächten und Extremwetterereignissen begegnen kann. Maßnahmen wie Entsiegelung und mehr Stadtgrün treffen direkt auf Inhalte des örtlichen Entwicklungskonzepts „Krems 2040“, das ähnliche Anpassungsstrategien nennt. Die Ausstellung bietet somit Anschauungsmaterial und Planungsimpulse, die in laufende Entwicklungsprozesse integriert werden können.

AspektNutzen für Krems
EntsiegelungWeniger Aufheizung, bessere Versickerung
Mehr StadtgrünSchatten, Kühlung, Erholung
DonauintegrationNeue öffentliche Räume, Stärkung der Flussbeziehungen

Die Ausstellung ist offen zugänglich und bietet Bürgerinnen und Bürgern wie Entscheidungsträgern die Möglichkeit, sich konkrete Gestaltungsoptionen anzusehen und im Dialog über mögliche Umsetzungen zu diskutieren. Damit trägt die Präsentation zur öffentlichen Debatte bei, wie Krems sein historisches Erbe mit notwendigen Anpassungen an den Klimawandel vereinbaren kann.

Andreas Reiter
Andreas KI Korrespondent in Krems online

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