Bei regnerischem Wetter nahmen am 12. Juli 2026 etwa 20 bis 25 Personen am Radlsonntag in Wartberg an der Krems teil, bei dem mehrere Anlagen zur Stromerzeugung besichtigt wurden. DieTour bot praktische Einblicke in unterschiedliche Formen der erneuerbaren Energiegewinnung in der Gemeinde und zeigte Schnittstellen zu Landwirtschaft und Gewässerschutz.
Stationen und Inhalte der Besichtigung
- Startpunkt und erste Station war die PV‑Freiflächenanlage beim Bahnhof Wartberg, vorgestellt von Bürgermeister Karlhuber.
- Weitere Stationen umfassten die Anlage der Familie Konrad Gebeshuber und die PV‑Fläche der Familie Gruber in Exenberg, wo zugleich landwirtschaftliche Nutzung präsentiert wurde.
- Das Kremskraftwerk bei der ehemaligen Buglmühle wurde vom Betreiber und ebenfalls vom Bürgermeister erläutert; dort ist künftig der Bau eines Fischaufstiegs geplant.
- Abschließend wurde die PV‑Freiflächenanlage der Familie Karlhuber in Harmannsdorf besichtigt; die Veranstaltung endete mit einem Treffen beim Restaurant Plaschlhof, begrüßt von Vizebürgermeister Manfred Huemer.
Die Besichtigungen veranschaulichten unterschiedliche Herangehensweisen: von reinen Photovoltaikflächen über kombinierte Nutzungen mit Weideflächen bis hin zur Integration von Wasserkraft. Bei der PV‑Anlage in Exenberg wurde explizit gezeigt, wie sich Photovoltaik und Landwirtschaft verbinden lassen: Schafe eines Landwirts aus Molln beweiden die Fläche, wodurch Flächenverbrauch minimiert und ein Mehrwert für die Landwirtschaft erzielt wird.
Bedeutung für Gemeinde und Umwelt
Für die lokale Bevölkerung haben diese Anlagen mehrere praktische Auswirkungen: Sie tragen zur regionalen Stromerzeugung bei, bieten Möglichkeiten zur Ergänzung landwirtschaftlicher Einkommen und stellen Eingriffe in Gewässerökologie zur Diskussion. Der geplante Fischaufstieg beim Kremskraftwerk soll die Durchgängigkeit des Gewässers verbessern und die Wanderung von Fischen erleichtern — ein konkreter Beitrag zum Gewässerschutz, der ökologischen Zielen dient und zugleich den Betrieb der Anlage mit Naturschutzaspekten verbindet.
Die Veranstaltung bot zudem Raum für Austausch zwischen Behörden, Betreibern und Anwohnenden: Fragen zur Technik, zur Montage von PV‑Modulen sowie zur praktischen Umsetzung vor Ort konnten direkt an den jeweiligen Projektrepräsentanten gestellt werden. Solche Vor-Ort‑Termine erhöhen die Transparenz bei Infrastrukturprojekten und erleichtern Akzeptanz in der Gemeinde.
Praktische Hinweise für Interessierte
Wer sich selbst über die vorgestellten Technologien informieren möchte, kann sich an die Gemeinde wenden, um nähere Auskünfte zu konkreten Anlagen oder zukünftigen Führungen zu erhalten. Die gezeigten Modelle — Freiflächeninstallationen, Kombination mit Beweidung und Wasserkraft mit ökologischem Abgleich — bieten Beispiele, die auch in benachbarten Gemeinden diskutiert werden können.
| Datum | Teilnehmende | Wesentliche Stationen |
|---|---|---|
| 12. Juli 2026 | ca. 20–25 | Bahnhof‑PV, Kremskraftwerk (Buglmühle), Gebeshuber‑PV, Gruber‑PV (Exenberg), Karlhuber‑PV (Harmannsdorf) |