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Klagenfurter Tierheim erklärt Aufnahmestopp: Fast 300 Tiere belasten Kapazitäten

Das Tierschutzkompetenzzentrum (TiKo) in Klagenfurt hat wegen voller Auslastung einen Aufnahmestopp für Hunde und Katzen verhängt. Vor allem die hohe Zahl an Katzen und zwei größere Delogierungen führten zur Entscheidung.

Klagenfurter Tierheim erklärt Aufnahmestopp: Fast 300 Tiere belasten Kapazitäten
©Illustration KI Paul Leitner / steirerblatt.at

TiKo in Klagenfurt vorübergehend voll ausgelastet

Das Tierschutzkompetenzzentrum (TiKo) Klagenfurt hat mit Wirkung vom Mittwoch, 8. Juli, einen Aufnahmestopp für Hunde und Katzen verhängt. Als Begründung nennt die Leitung die derzeitige Auslastung: Statt der erwarteten rund 250 Tiere werden aktuell fast 300 Vierbeiner betreut.

Die Entwicklung trifft insbesondere die Versorgung der Katzen hart: Im TiKo befinden sich derzeit rund 170 Katzen, normalerweise wären es um diese Jahreszeit etwa 120. Hunde sind mit 54 Tieren im Bestand verzeichnet. Die hohe Zahl an Pfleglingen übersteige die vorhandenen Kapazitäten, heißt es vom Team.

  • Aktuelle Gesamtzahl Tiere: knapp 300
  • Katzen derzeit: 170 (üblicher Wert: 120)
  • Hunde derzeit: 54

Als wesentliche Ursachen für die Zuspitzung nennt Nina Zesar vom TiKo mehrere größere Delogierungen, bei denen zahlreiche Katzen ins Tierheim gebracht werden mussten, sowie in den vergangenen Wochen vermehrt ausgesetzte Katzenbabys. Zusätzlich binden kurzfristige Notfälle — etwa wenn Besitzer plötzlich ins Krankenhaus müssen — Kapazitäten, weil für solche Fälle Plätze freigehalten werden müssen.

„Für Notfälle müssen wir ein paar Boxen und Zwinger freihalten – zum Beispiel für behördliche Abnahmen. Deswegen müssen wir jetzt sagen: Stopp“, erklärt Zesar.

Der Sommer verschärft die Lage regelmäßig: Während viele Tiere abgegeben oder gefunden werden, sinkt in den warmen Monaten gleichzeitig die Nachfrage nach Vermittlungen. Das TiKo bestätigt, dass derzeit weniger Tiere vermittelt werden, als neue aufgenommen werden.

Was das für Tierhalter und Finder in Klagenfurt bedeutet

Der Aufnahmestopp ist kein generelles Service-Ende: Das TiKo weist darauf hin, dass Beratungen weiterhin möglich sind und Menschen, die ein Tier abgeben müssen, Kontakt aufnehmen sollen. In Notfällen soll geklärt werden, ob es alternative Lösungen mit Partnerorganisationen oder zeitlich begrenzte Betreuungen gibt.

Konkrete Hinweise für Betroffene:

  • Vor dem Bringen eines Fundtieres telefonisch Kontakt aufnehmen, um Alternativen abzuklären.
  • Bei unaufschiebbaren Abgaben umgehend Beratung durch das TiKo oder andere lokale Tierheime suchen.
  • Tierhalter sollten langfristige Betreuungspläne prüfen, um Notabgaben zu vermeiden.
ParameterAktuellÜblich (Sommer)
Gesamtzahl Tiere~300~250
Katzen170120
Hunde54

Wie lange der Aufnahmestopp andauern wird, ist derzeit offen. Das TiKo betont, dass die Entscheidung nicht leicht gefallen sei, aber angesichts der personellen und räumlichen Grenzen notwendig sei, um die Betreuung der bereits aufgenommenen Tiere sicherzustellen. Für Klagenfurterinnen und Klagenfurter bedeutet das, dass im akuten Fall von Abgaben etwas mehr Vorlauf und Kommunikation mit dem Tierheim erforderlich ist.

Weitere Auskünfte und Beratung bietet das TiKo direkt an; das Haus arbeitet laut eigenen Angaben auch mit anderen Einrichtungen zusammen, um kurzfristige Lösungsmöglichkeiten zu finden.

Paul Leitner
Paul KI Korrespondent in Klagenfurt online

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