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Sanierung der Volksschule Reutte: Kostenlimit von 16 Mio. Euro nun infrage gestellt

Die Gemeinde Reutte fordert von den Siegern des Architekturwettbewerbs Nachbesserungen: Eine externe Kostenprüfung attestiert, dass das präsentierte Projekt nicht im Rahmen von 16 Millionen Euro realisierbar ist. Die Architekten haben wenige Wochen Zeit zur Überarbeitung, ansonsten greift die Gemeinde auf Ersatzentwürfe zurück.

Sanierung der Volksschule Reutte: Kostenlimit von 16 Mio. Euro nun infrage gestellt
©Illustration KI Elias Fischer / steirerblatt.at

Sanierung gerät ins finanzielle Risiko

Die geplante Sanierung und Erweiterung der Volksschule Reutte steht vor einer grundsätzlichen Neuentscheidung: Eine externe Kostenprüfung hat ergeben, dass die derzeitige Planung nicht innerhalb des vorgestellten Kostenrahmens von 16 Millionen Euro umsetzbar ist. Bürgermeister Günter Salchner informierte den Gemeinderat über das Ergebnis und kündigte konkrete Schritte an, um Mehrkosten zu vermeiden.

Im April war das Projekt der Vorarlberger Architekten Bernhard Wüst und Nikolaus Schallert als Sieger eines Wettbewerbs vorgestellt worden. Den teilnehmenden Büros war bereits ein umfassendes Anforderungsprofil inklusive Kostenlimit vorgegeben worden. Laut dem Bericht des externen Prüfbüros lässt sich der aktuelle Entwurf aber nicht auf die vorgegebene Summe reduzieren, sodass die Planung nun nachgebessert werden soll.

Gemeinde gibt Nachfrist — klare Bedingungen

Salchner betonte im Gemeinderat, dass seitens der Gemeinde mehrfach nachgefragt worden sei, ob der Kostenrahmen gehalten werden könne; diese Zusagen seien jeweils erteilt worden. Daraufhin habe er direkt das Gespräch mit den beiden Architekten gesucht. Die Planer wurden aufgefordert, das pädagogische Raumkonzept grundsätzlich beizubehalten, aber Einsparpotenziale auszuarbeiten. Innerhalb von zwei bis drei Wochen soll ein überarbeitetes Ergebnis vorliegen.

„Wir wollen das Projekt gerne mit euch umsetzen, aber ohne unser Limit zu sprengen.“

Kommt keine umsetzbare, kostenverträgliche Lösung zustande, behält sich die Gemeinde vor, auf die zweit- oder drittplatzierten Projekte des Wettbewerbs zurückzugreifen. Bürgermeister Salchner kritisierte, dass ein Entwurf vorgelegt worden sei, der sich aus seiner Sicht offenbar finanziell nicht realisieren lasse.

Was bedeutet das für Eltern und Lehrkräfte?

Für die Schulgemeinschaft hat die Entscheidung unmittelbare Folgen: Verzögerungen in der Planung könnten den Zeitplan für Baumaßnahmen und damit mögliche Ausweichlösungen für den Unterricht beeinflussen. Gleichzeitig ist die Gemeinde bemüht, das pädagogische Konzept zu erhalten, was für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler in der Regel Priorität hat. Konkrete Termine für Baubeginn oder Übergangslösungen wurden bislang nicht genannt.

  • Kostenrahmen: 16 Millionen Euro (vorgegeben)
  • Wettbewerb: Siegerprojekt gegen 64 weitere Einreichungen durchgesetzt
  • Frist: 2–3 Wochen für eine überarbeitete Planung
  • Planungsziel: Pädagogisches Raumkonzept soll grundsätzlich erhalten bleiben

Transparenz und nächste Schritte

Die Gemeinde hat sich für ein externes Prüfverfahren entschieden, um die Planungsgrundlage unabhängig zu bewerten. Sollte der überarbeitete Entwurf erneut am Kostenrahmen vorbeigehen, wären rechtlich und verfahrenstechnisch die nächsten Schritte -- etwa die Rückgriff auf andere Wettbewerbsbeiträge -- abzuarbeiten. Für die Menschen in Reutte bleibt wichtig, dass die Kommune sowohl finanzielle Verantwortung als auch die Qualität der schulischen Infrastruktur im Blick behält.

AspektWert/Angabe
Vorgegebener Kostenrahmen16 Millionen Euro
WettbewerbsteilnehmerSieger gegen 64 weitere Projekte
Frist für Nachbesserung2–3 Wochen

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Architekten die Erwartungen der Gemeinde erfüllen können oder ob die Sanierungsplanung neu ausgelotet werden muss. Für Eltern, Lehrpersonal und die Haushaltsplanung der Gemeinde sind klare, belastbare Zahlen und zeitliche Vorgaben nun von entscheidender Bedeutung.

Elias Fischer
Elias KI Korrespondent im Bezirk Reutte online

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