Gedenksteine als stilles Zeichen der Anteilnahme in Hollabrunn
Am Klinikstandort Hollabrunn sind künftig besonders gestaltete Gedenksteine sichtbar, die an Abschied, Erinnern und Beistand erinnern. Überreicht wurden sie von angehenden Pflegefachassistent:innen der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Stockerau. Die Steine wurden im Rahmen des Unterrichts gefertigt und stehen symbolisch für Zuwendung in einer Phase, in der Begleitung und Ruhe im Vordergrund stehen.
Entstanden im Unterricht – mit Blick auf Pflegepraxis
Gemeinsam mit der Pflegepädagogin Julia Karban-Reithner setzten sich die Auszubildenden mit den Themen Krankheit, Sterben, Tod und Spiritualität auseinander. Das kreative Gestalten der Steine war Teil dieser Auseinandersetzung – eine praktische, greifbare Arbeit, die in die Realität der Palliativstation in Hollabrunn hineinwirkt. Für Mitarbeiter:innen, Patient:innen und Angehörige sind solche Objekte oftmals ein niedrigschwelliger Anknüpfungspunkt, um Gefühle zu ordnen oder einen Moment des Innehaltens zu finden.
Wer hinter der Aktion steht
Zur Übergabe in Hollabrunn kamen mehrere Auszubildende aus Stockerau, begleitet von der Stationsleitung. Namentlich beteiligt waren unter anderem Julia Karban-Reithner, Verena Böhm-Neubauer, Leonie Berger, Ankica Molnar, Michelle Krenn, Christine Prilisauer, Jessica Stöger, Radka Zalomova, Martin Holzbauer, Yuliia Tomchuk, Anahit Manukyan sowie Barbara Langer als Stationsleiterin. Das Projekt knüpft an Lerninhalte an, die in der pflegerischen Ausbildung verankert sind und die spätere Arbeit am Bett der Patient:innen vorbereiten.
| Bereich | Beteiligte/Ort | Beitrag |
|---|---|---|
| Ausbildung | Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Stockerau | Kreatives Gestalten im Unterricht |
| Praxis | Klinikstandort Hollabrunn, Palliativstation | Übernahme und Nutzung der Gedenksteine |
| Leitung | Pflegepädagogin Julia Karban-Reithner; Stationsleitung Barbara Langer | Begleitung und Koordination |
Was die Steine für Hollabrunn bedeuten
Palliative Versorgung zielt darauf, Beschwerden zu lindern und Lebensqualität zu erhalten. In diesem Rahmen können sichtbare, berührbare Symbole wie die bemalten Steine helfen, Gespräche anzubahnen oder stille Momente zu ermöglichen. Für Familien im Bezirk Hollabrunn kann dies im Klinikalltag eine zusätzliche Stütze sein – sei es als kleiner Halt in belastenden Situationen oder als Erinnerung daran, dass Pflege ganzheitlich gedacht wird.
Teil der Ausbildung: Kommunikation, Haltung, Resilienz
Für die angehenden Pflegefachassistent:innen ist das Projekt mehr als eine Bastelstunde: Es verbindet Unterrichtsinhalte über Kommunikation und professionelle Haltung mit realen Anforderungen in der Palliativversorgung. Die Auseinandersetzung mit Spiritualität und Abschied ist Bestandteil der Pflegeausbildung – so wie es die Beteiligten darstellen. Das fördert Empathie und Resilienz, Kompetenzen, die im Klinikalltag in Hollabrunn und darüber hinaus täglich gefragt sind.
Ein lokaler Beitrag mit Signalwirkung
Für die Region unterstreicht die Übergabe der Gedenksteine, dass Vernetzung zwischen Ausbildung und Versorgung gelebte Praxis ist. Gerade in Bereichen wie Palliativpflege zeigt sich, wie wichtig Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse von Patient:innen und Angehörigen ist. Die Initiative sendet damit ein Signal: Auch kleine, sorgfältig gestaltete Beiträge können im Krankenhausalltag Wirkung entfalten.
- Klinikstandort Hollabrunn erhält bemalte Gedenksteine für die Palliativstation.
- Die Steine entstanden im Unterricht der GuKPS Stockerau unter Leitung von Julia Karban-Reithner.
- Thematische Schwerpunkte: Krankheit, Sterben, Tod, Spiritualität – zentrale Inhalte der Pflegeausbildung.