HochSommer setzt auf grenzüberschreitende Sichtbarkeit
Der Hochsommer ist in der südöstlichen Steiermark längst nicht nur Synonym für Badespaß und Hitze, sondern etabliert sich als regionales Kulturereignis mit internationaler Ausstrahlung. Das Festival, das heuer sein zehntes Jahr erlebt, bringt von 31. Juli bis 9. August an 15 Orten im südöstlichsten Österreich sowie angrenzend in Slowenien zeitgenössische Kunst in Ausstellungen, Installationen und Konzerten zusammen.
Schwerpunkte und thematische Stoßrichtungen
Das heurige Festivaljahr will das Thema des Verschwindens in seinem breiten Sinn beleuchten: Es geht um das Abhandenkommen von Wertvollem, um gesellschaftliche Verschiebungen und um Erinnerung. Dabei greift HochSommer neben ernsten Diskursen bewusst auch zu subversiven und humorvollen Mitteln, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen und Gespräche anzustoßen. Besonderes Gewicht legt das Festival auf den grenzüberschreitenden Austausch, indem es Standorte in der Südoststeiermark, im Südburgenland und in Slowenien vernetzt.
Ausgewählte Stationen und Beiträge
Einige Programmpunkte aus der Vorankündigung verdeutlichen die Bandbreite:
- Im Pavel Haus nimmt eine Ausstellung Bezug auf die Eröffnung der Koralm-Bahn und thematisiert neben der Verbindung von Regionen auch Fragen der Erinnerungskultur und der wieder aufflammenden Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.
- In der Kugelmühle werden die sakral wirkenden Arbeiten von Muntean/Rosenblum den minimalistischen Positionen von Gerwald Rockenschaub gegenübergestellt.
- Das Kieslingerhaus zeigt Collagen der Künstlerin Nana Mandl, die sich mit gesellschaftlicher Überforderung und Fragen der Gleichstellung befassen.
"HochSommer" ist somit ein grenzüberschreitendes, zeitgenössisches Kunst-Festival im südöstlichsten Österreich mit Blick über die Grenze
Praktische Hinweise für Besucher
Alle noch kommenden Termine, Orte und Öffnungszeiten der Ausstellungen sind auf der Festivalwebsite angegeben. Für Besucher aus dem Bezirk Südoststeiermark bedeutet das konkret: Die Veranstaltungen finden in mehreren, oft kleineren Spielorten statt, daher lohnt es sich, Anreisezeiten zu prüfen und Öffnungszeiten vorab online zu kontrollieren. Das vernetzte Format bietet zugleich die Möglichkeit, kulturelle Angebote mit kurzen regionalen Ausflügen zu kombinieren.
Regionale Bedeutung
Für die Südoststeiermark hat das Festival mehrere Effekte: Es stärkt die regionale Kulturszene durch Sichtbarkeit und Vernetzung, zieht kulturinteressierte Besucherinnen und Besucher an und fördert grenzüberschreitenden Austausch mit dem angrenzenden Slowenien. Für lokale Gastronomen, Beherberger und Kulturinitiativen können die Veranstaltungen wirtschaftliche Impulse bringen, vor allem wenn Besucher mehrere Stationen ansteuern.
| Aspekt | Angaben |
|---|---|
| Dauer | 31. Juli – 9. August |
| Ort | Südoststeiermark, Südburgenland, Slowenien |
| Stationen | 15 Orte |
| Jahrgang | 10. Festivaljahr |
Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Interessierte unter der offiziellen Adresse der Veranstaltung: www.hochsommer.art.