Auf der einst militärisch genutzten Anlage Pydna bei Kastellaun versammelten sich am Wochenende electro-affine Festivalbesucherinnen und -besucher aus dem ganzen Land: Den Veranstaltern zufolge feierten etwa 55.000 Menschen beim Technofestival Nature One unter dem Motto „rave.now.together“. Das Gelände, das früher US-Raketen beherbergte, bietet seit Jahren Raum für eines der größten elektronsichen Musikereignisse in Deutschland.
Großaufgebot an Künstlern und Bühnen
Musikalische Höhepunkte bildeten Auftritte internationaler Größen wie Fatboy Slim, Paul Kalkbrenner, Paul van Dyk und Sven Väth. Insgesamt waren rund 350 DJs vorgesehen, die das Programm auf etwa 20 Floors gestalteten. Die Veranstalter hoben das – nach drei Jahren wechselhaften Wetters – nun stabile Festivalwetter hervor und kündigten bereits Neuerungen für die kommende Ausgabe an.
Ruhiger Einsatzverlauf, großes Engagement der Helfer
Polizei und Rettungsdienste zogen ein positives Fazit: Die Einsatzkräfte beschrieben die Lage als überwiegend friedlich. Ein Polizeisprecher sagte:
„Insgesamt war es ein sehr ruhiger Einsatz. Die Stimmung war friedlich und auch uns gegenüber positiv.“
Den Angaben zufolge waren etwa 650 Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes aus mehreren Bundesländern im Einsatz. Die Helfer berichteten, das Festival sei „erfreulich ruhig“ verlaufen. Bis zum Berichtszeitpunkt hatte das DRK knapp 1.450 Patientinnen und Patienten medizinisch versorgt, wobei die Abfahrtskontrollen der Polizei noch ausgewertet werden sollten.
- Besucherzahl: rund 55.000
- DJs: circa 350
- Floors: etwa 20
- DRK-Einsatzkräfte: rund 650
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Besucher | 55.000 |
| DJs | 350 |
| Floors | 20 |
| DRK-Einsatzkräfte | 650 |
Politische Aufmerksamkeit vor Ort
Das Festival zog auch Vertreter der Landespolitik an: Unter den Gästen waren laut Veranstaltern der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder sowie Innenminister Achim Schwickert (beide CDU). Sie nutzten den Besuch, um sich mit Einsatzkräften von Polizei, DRK und Feuerwehr auszutauschen und sich über Abläufe zu informieren. Wirtschaftsminister Michael Ebling (SPD) zeigte sich beeindruckt von der Größe der Veranstaltung und der friedlichen Atmosphäre.
Die Bilanz nach fünf Veranstaltungstagen fällt damit überwiegend positiv aus: Organisatorisch anspruchsvolle Großveranstaltungen wie Nature One sind nicht nur kulturelle Treffpunkte, sie stellen auch logistische und sicherheitstechnische Herausforderungen dar. Das diesjährige Festival demonstriert, dass mit einem großen Engagement der Einsatzkräfte und einer koordinierten Zusammenarbeit von Veranstaltern, Behörden und Hilfsorganisationen ein reibungsloser Ablauf möglich ist – zumindest nach aktuellem Stand der Berichte.
Für die Musikszene bleibt Nature One eine bedeutende Plattform: Mit einem dichten Programm, international renommierten Acts und zehntausenden Besucherinnen und Besuchern bestätigt das Festival seine Rolle als prägendes Ereignis im Kalender der elektronischen Musik in Deutschland.