Im Heilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd ist das Festival Europäische Kirchenmusik mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet worden. Der Auftakt setzte bewusst das diesjährige Leitmotiv „Balance“ in Szene und verband liturgische Texte mit ausgewählten Musikbeiträgen.
Ökumenischer Beginn und programmatische Ausrichtung
An der Eröffnung nahmen Vertreter beider Konfessionen teil: Dekan Robert Kloker, der evangelische Dekan Dr. Joachim Kummer und Pfarrer Reiner Kaupp standen gemeinsam am Gottesdienst. Die musikalische Gestaltung reichte von Orgelmusik über Vokalsätze bis zu solistischen Beiträgen, die den Spannungsbogen zwischen spiritueller Besinnung und künstlerischer Darbietung illustrierten.
Musikalische Beiträge
Den musikalischen Rahmen bildeten Werke unterschiedlicher Epochen und Besetzungen. Eröffnend erklang an der Orgel ein Satz von François Couperin aus einer Messvertonung; das Vokalensemble VocaBella Tübingen sang jubelnd und klar ein Stück von Giovanni Croce. Petra Kruse setzte mit einem Harfensolo eine feine, meditative Note in die Liturgie, als Interpretation eines bekannten Satzes von Johann Sebastian Bach.
- Ensemble: VocaBella Tübingen
- Orgel: Werk von François Couperin
- Harfensolo: Petra Kruse (Interpretation von Bachs „Air“)
Predigt und Themen des Gottesdienstes
Inhaltlich griffen die Predigten die Balance als Auftrag des christlichen Glaubens auf. Dekan Kloker betonte die Suche nach innerer Mitte in Zeiten gesellschaftlicher und persönlicher Unruhe, während Dr. Kummer in seiner Auslegung auf das Doppelgebot der Liebe verwies: die Bindung an Gott und die Nächstenliebe. Pfarrer Kaupp nahm Psalm 23 und die biblische Begebenheit von Martha und Maria als Ausgangspunkt, um das Spannungsverhältnis zwischen Alltagspflichten und geistlicher Sammlung zu thematisieren.
„Sie hat den guten Teil erwählt.“
Bedeutung für Besucherinnen und Besucher
Der ökumenische Gottesdienst setzte nicht nur den offiziellen Auftakt des Festivals, er vermittelte zugleich die programmatische Absicht, liturgische Feier und musikalische Kunst miteinander in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Für die Besucherinnen und Besucher bedeutet das: Neben geistlicher Vertiefung sind im Festival zahlreiche Konzerte zu erwarten, die auch anspruchsvolle historische und zeitgenössische Kirchenmusik präsentieren werden.
| Element | Beitrag |
|---|---|
| Leitmotiv | Balance |
| Liturgische Leitung | Robert Kloker, Dr. Joachim Kummer, Reiner Kaupp |
| Musikalische Höhepunkte | Couperin (Orgel), Giovanni Croce (Vokal), Bach (Harfensolo) |
Weitere Programmpunkte des Festivals wurden im Bericht nicht im Detail genannt; das Eröffnungsbild legt jedoch nahe, dass die Veranstalter ein vielfältiges Angebot an Ensembles und Solisten geplant haben, das sowohl historische Musiksprache als auch meditative Darbietungen umfasst. Besucherinnen und Besucher, die sich für Kirchenmusik interessieren, finden in Schwäbisch Gmünd in den kommenden Tagen ein Programm, das die Verbindung von Glauben und Kunst thematisch und musikalisch erlebbar macht.