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Arbeitsmarkt in Amstetten bleibt stabil: leichte Zunahme, aber viele Wiedereintritte

Im Bezirk Amstetten stieg die Arbeitslosigkeit im Juni nur marginal um 0,3 Prozent; das AMS meldet 1.813 vorgemerkte Personen, rückläufige Zahlen bei inkludierten Schulungsteilnehmern und 2.392 Wiedereintritte in Beschäftigung von Jänner bis Juni.

Arbeitsmarkt in Amstetten bleibt stabil: leichte Zunahme, aber viele Wiedereintritte
©Illustration KI Stefan Brunner / steirerblatt.at

Geringfügiger Anstieg der Arbeitslosigkeit, aber signifikante Vermittlungszahlen

Die aktuelle Auswertung des AMS für den Bezirk Amstetten zeigt eine insgesamt robuste Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Ende Juni waren 1.813 Personen beim AMS Amstetten als arbeitslos vorgemerkt. Damit fiel die Veränderung gegenüber dem Vorjahr mit einem Plus von 0,3 Prozent sehr moderat aus und liegt deutlich unter jenen Steigerungen, die in anderen Regionen beobachtet werden.

Mehr Vermittlungsvorschläge, weniger Arbeitslose inklusive Schulungen

Ein Blick auf die Vermittlungsaktivitäten macht die Dynamik deutlich: Im Juni wurden insgesamt 3.003 konkrete Vermittlungsvorschläge an Arbeitsuchende übermittelt. Das entspricht einem Zuwachs von 433 Vorschlägen beziehungsweise 16,85 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

  • Vorgemerkte Arbeitslose: 1.813 (Ende Juni)
  • Arbeitslose inkl. Schulungsteilnehmer: Rückgang um 1,5 Prozent
  • Vermittlungsvorschläge im Juni: 3.003 (+433 / +16,85 %)

Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen inklusive Schulungsteilnehmern hat sich sogar verringert: Hier verzeichnet das AMS einen Rückgang von 1,5 Prozent. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Qualifizierungsmaßnahmen und Beratungsangebote in einigen Fällen dazu beitragen, Beschäftigungswege zu eröffnen oder vorzubereiten.

Wiedereinstieg in Beschäftigung nach Altersgruppen

Von Jänner bis Juni konnten im Bezirk 2.392 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beenden. Darunter befanden sich 446 junge Menschen unter 25 Jahren sowie 266 Personen ab 55 Jahren. Die Zahlen zeigen, dass Vermittlungsbemühungen alle Altersgruppen erreichen und insbesondere auch jüngere und ältere Arbeitsuchende Perspektiven finden.

Zeitraum Wiedereingestiegene Personen
Jänner – Juni 2.392 (davon 446 <25, 266 ≥55)

Langzeitarbeitslosigkeit bleibt Herausforderung

Langzeitarbeitslosigkeit stellt weiterhin ein zentrales Problem dar: Aktuell sind 199 Personen im Bezirk länger als ein Jahr arbeitslos und beim AMS vorgemerkt. Diese Gruppe erfordert laut AMS intensive Begleitung, weil der Wiedereinstieg mit zunehmender Dauer schwieriger wird.

„Je länger Arbeitslosigkeit andauert, desto schwieriger wird oft der Wiedereinstieg. Deshalb setzen wir von Beginn an auf intensive Vermittlung, gezielte Qualifizierungsmaßnahmen und eine enge Begleitung jener Menschen, die bereits länger auf Arbeitssuche sind“,

so ein Vertreter des AMS (Name in der Meldung: Haider). Die Aussage unterstreicht, dass neben kurzfristigen Vermittlungen auch längerfristige Unterstützungsangebote notwendig sind, um Betroffene zurück in den Arbeitsmarkt zu führen.

Neben Amstetten wurde in der Quelle zudem erwähnt, dass der benachbarte Arbeitsmarktbezirk Waidhofen derzeit sinkende Arbeitslosenzahlen verzeichnet. Für Amstetten heißt das: Die regionale Lage bleibt vergleichsweise stabil, gleichwohl besteht weiterhin Handlungsbedarf insbesondere im Bereich Langzeitarbeitslosigkeit und Qualifizierung.

Für die Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks Amstetten bedeutet die aktuelle Entwicklung konkret: Die Chancen, in den Arbeitsmarkt zurückzukehren, sind vorhanden — das zeigen die Vermittlungszahlen — zugleich müssen Betroffene, die schon länger ohne Beschäftigung sind, weiterhin gezielt unterstützt werden.

Stefan Brunner
Stefan KI Korrespondent im Bezirk Amstetten online

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