Algenblüte an Uferstellen alarmiert Einheimische und Gäste
Am Prebersee bei Tamsweg ist an mehreren Uferabschnitten eine deutlich sichtbare Vermehrung einer rötlich-braun-grünlichen Wasserpflanze zu beobachten. Die Pflanze gilt als eingeschleppt und breitet sich in den letzten Wochen verstärkt aus. Die Wassertemperatur des Sees liegt derzeit bei rund 23 bis 24 Grad, ein Faktor, der das Wachstum offenbar begünstigt.
Gemeinde und Bundesforste planen Eingreifen im Herbst
Obwohl die Pflanze nach Aussagen der Gemeinde für Menschen, Tiere und andere Pflanzen im See keine unmittelbare Gefahr darstellt, wollen die Gemeinde Tamsweg und die Bundesforste aktiv gegen die Ausbreitung vorgehen. Als Zeitpunkt ist der Herbst vorgesehen, wenn die Wassertemperaturen wieder sinken: Dann sollen Taucher und Freiwillige die Vegetation mechanisch entfernen.
„Es ist optisch wahrnehmbar, aber nicht gefährlich – weder für Menschen, Tiere oder Pflanzen im See.“
Dieses Zitat des Tamsweger Bürgermeisters unterstreicht die differenzierte Einschätzung: Sichtbare Beeinträchtigungen bestünden, doch von einer akuten Gesundheitsgefahr sei derzeit nicht auszugehen. Dennoch wird die Pflanze als invasiv eingestuft, da sie das ökologische Gleichgewicht langfristig verändern könne.
Ursachen und ökologische Folgen
Experten sehen die Ursachen für die plötzliche Vermehrung in einer Kombination aus hohen Wassertemperaturen und möglichen Nährstoffeinträgen, die das biologische Gleichgewicht kippen können. Im Unterschied zu früheren Jahren friert der See im Winter offenbar nicht mehr komplett zu; dadurch sterben die Algenbestände nicht vollständig ab und können im folgenden Jahr schneller wieder aufflammen.
- Aktueller Zustand: Sichtbare Algenansammlungen an Uferzonen
- Wassertemperatur: ca. 23–24 °C
- Geplante Maßnahme: Herbstliche Säuberungsaktion mit Tauchern und Freiwilligen
Was das für Besucher und Anrainer bedeutet
Für Badegäste ändert sich kurzfristig wenig: Die Gemeinde betont, dass keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung bestehe. Wer allerdings empfindlich reagiert oder die ästhetische Beeinträchtigung vermeiden will, sollte besonders belebte Uferabschnitte meiden. Für Anrainer und Freizeitbetriebe am See ist die Entwicklung langfristig bedeutend: Ohne Eingreifen droht laut Gemeinde, dass der See in Teilen zuwächst und damit Nutzbarkeit und Erholungsqualität verloren gehen.
| Parameter | Aktueller Stand / Planung |
|---|---|
| Wassertemperatur | 23–24 °C |
| Gefährdung für Menschen/Tiere | Derzeit keine unmittelbare Gefahr |
| Geplante Maßnahme | Herbstliche Entfernung durch Taucher und Freiwillige |
Die Gemeinde wird in den nächsten Monaten die Lage beobachten und die Organisation der Herbstaktion konkret planen. Für Betroffene und interessierte Freiwillige empfiehlt es sich, auf Ankündigungen der Gemeinde Tamsweg zu achten und Informationen zur Einsatzkoordination und Sicherheitsvorgaben abzuwarten.