Suchaktionen in schwierigem Gelände
Am Sonntagmittag wurde in Folge zahlreicher Augenzeugenmeldungen eine umfangreiche Suchaktion am Schwarzenberg bei Tamsweg eingeleitet. Dem Bericht zufolge war zunächst unklar, wo genau der Gleitschirmflieger im dichten Bergwald abgestürzt war. Deshalb rückten Alpinpolizisten, Bergrettung, Rotkreuz-Sanitäter und Feuerwehrkräfte aus, um das vermutete Einsatzgebiet einzugrenzen und die betroffene Person zu finden.
Wetter erschwerte Suche – Hubschrauber nicht einsetzbar
Die Suche gestaltete sich wegen der Lage im bewaldeten Gelände und des unklaren Absturzortes als schwierig. Eine Unterstützung durch die Flugpolizei oder einen Hubschrauber war nach Angaben der Einsatzkräfte wegen starker Gewitter nicht möglich, sodass die Rettungskräfte vor Ort auf die Ortskenntnis von Augenzeugen und die Erfahrung der Bergretter angewiesen waren.
Bergung aus 20 Metern Höhe
Die Einsatzkräfte lokalisierten den Verunglückten schließlich in einem Baum in etwa 20 Metern Höhe. Dort hatten sich Gleitschirm und Gurtzeug verfangen. Die Bergrettung sicherte den Betroffenen und brachte ihn mittels spezieller Abseilmethoden kontrolliert zu Boden. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde der Leichtverletzte ins Krankenhaus gebracht.
- Ort: Schwarzenberg, Gemeinde Tamsweg
- Zeitpunkt: Sonntagmittag (Datum der Meldung)
- Betroffene: ein Gleitschirmpilot, leicht verletzt
- Einsatzkräfte: Alpinpolizei, Bergrettung, Rotes Kreuz, Feuerwehr
- Besonderheit: Hubschrauber nicht einsetzbar aufgrund Gewitter
Was der Vorfall für den Lungau bedeutet
Der Vorfall verdeutlicht die Herausforderungen von Bergrettungen im bewaldeten Gelände des Lungaus: Ohne Luftunterstützung sind Such- und Bergungsaktionen auf Augenzeugenhinweise, lokale Wege und das koordinierte Vorgehen mehrerer Einsatzorganisationen angewiesen. Für Gleitschirmflieger bedeutet das, dass Wetterbeobachtung und sichere Start-/Landegebiete besonders wichtig sind. Für die Bevölkerung zeigt der Einsatz erneut, wie örtliche Rettungskräfte bei Zwischenfällen zusammenarbeiten.
| Schritt | Maßnahme |
|---|---|
| Alarmierung | Durch Augenzeugenmeldungen |
| Suche | Abgrenzung des vermuteten Einsatzgebietes, Fußsuchen im Wald |
| Bergung | Sicherung in 20 m Höhe, kontrolliertes Abseilen |
| Nachsorge | Transport ins Krankenhaus |
Die beteiligten Einsatzkräfte handelten nach derzeit vorliegenden Informationen koordiniert. Über die Schwere der Verletzungen und den weiteren Verlauf der Versorgung im Krankenhaus lagen zum Zeitpunkt der Meldung keine weiteren Details vor.