Rettung am Schwarzenberg: Aufwändige Bergung ohne Luftunterstützung
Am Sonntagnachmittag, dem 19. Juli 2026, geriet im Bereich des Schwarzenbergs im Ortsteil Mörtelsdorf ein Paragleiter in Schwierigkeiten und stürzte in ein dichtes Waldgebiet. Mehrere Augenzeug:innen hatten den Vorfall beobachtet und die Einsatzkräfte alarmiert. Vor Ort waren die Feuerwehr Tamsweg, der Löschzug Mörtelsdorf, das Rote Kreuz, die Bergrettung sowie die Polizei.
Wetterlage erschwerte Suche und Bergung
Die Suche gestaltete sich von Beginn an schwierig. Das Gebiet ist groß und die Zufahrten sind größtenteils über Forstwege geführt, weshalb die Einsatzkräfte auf Bodenpersonal und Sichtungen durch Augenzeugen angewiesen waren. Erschwerend kam ein aufziehendes Gewitter hinzu: Ein Hubschrauber konnte deshalb nicht eingesetzt werden.
„Das vermutete Absturzgebiet war riesig und nur über Forstwege zugänglich.“
Die Kombination aus Waldgelände und Wetterzwang verlangte koordinierte Bodenmaßnahmen. Schließlich entdeckten Kräfte der Bergrettung und der Feuerwehr den Verunglückten in den Ästen eines Baumes.
Patient in 20 Metern Höhe gesichert und abgeseilt
Der Paragleiter hing nach Angaben der Einsatzkräfte in rund 20 Metern Höhe fest. Die Bergretter sicherten den Mann und seilten ihn kontrolliert zu Boden. Laut Feuerwehr war der Pilot augenscheinlich nur leicht verletzt. Anschließend wurde der Gleitschirm geborgen.
- Beteiligte Einheiten: Feuerwehr Tamsweg, Löschzug Mörtelsdorf, Bergrettung, Rotes Kreuz, Polizei
- Ort: Schwarzenberg (Ortsteil Mörtelsdorf), Gemeinde Tamsweg
- Schwierigkeiten: ausgedehntes Suchgebiet, dichter Wald, aufziehendes Gewitter
Für die Bevölkerung im Bezirk zeigt der Einsatz mehrere konkrete Aspekte auf: Die topografischen Bedingungen rund um den Schwarzenberg erfordern bei Notfällen besonders koordinierte Bodenrettung. Zudem kann sich Wetter rasch ändern; das schränkt Luftunterstützung ein und verlängert die Such- und Bergungszeiten. Solche Einsätze belasten die lokalen Einsatzorganisationen personell und logistisch, insbesondere wenn mehrere Einheiten gleichzeitig im Einsatz stehen.
| Einsatzkräfte | Aufgabe |
|---|---|
| Feuerwehr Tamsweg / Löschzug Mörtelsdorf | Zugang, Sicherung, Unterstützung der Bergung |
| Bergrettung | Technische Sicherung, Abseilen des Verunglückten |
| Rotes Kreuz | medizinische Erstversorgung |
| Polizei | Absicherung, Ermittlungen zum Hergang |
Die Bergung verlief erfolgreich und ohne weitere Zwischenfälle. Angaben zur Identität des Mannes oder zu seinem weiteren Gesundheitszustand wurden von den Einsatzkräften nicht veröffentlicht; die Feuerwehr sprach von leichten Verletzungen.
Für Menschen, die in den nächsten Tagen in Tamsweg und Umgebung im Gleitschirm- und Paragleitsport unterwegs sind, ist der Vorfall eine Erinnerung an die Bedeutung von Wettervorhersagen, örtlicher Unfallprävention und an Meldeketten: Schnelle und präzise Hinweise durch Augenzeug:innen können bei unübersichtlichem Gelände entscheidend für die Auffindung von Verunglückten sein.
Die beteiligten Einsatzorganisationen kümmerten sich um Bergung und Versorgung vor Ort. Weitergehende Informationen werden zu gegebener Zeit von den Behörden oder den Einsatzkräften kommuniziert.