Chronik Wiener Neustadt

Wiener Neustadt unterstützt Rikscha-Fahrten für Pflegeheimbewohner

Der Verein „Radeln ohne Alter“ ermöglicht Bewohnerinnen und Bewohnern des Traude Dierdorf-Stadtheims regelmäßige Ausfahrten mit Rikschas. Die Stadt Wiener Neustadt fördert das Angebot finanziell und stärkt so Teilhabe älterer Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Wiener Neustadt unterstützt Rikscha-Fahrten für Pflegeheimbewohner
©Illustration KI Petra Egger / steirerblatt.at

In Wiener Neustadt bieten Mitglieder des Vereins Radeln ohne Alter gemeinsam mit dem Traude Dierdorf‑Stadtheim des Hauses der Barmherzigkeit regelmäßig Rikscha‑Ausfahrten für ältere Menschen mit körperlichen Einschränkungen an. Die Stadt unterstützt das Projekt seit mehreren Jahren finanziell, wie bei einer Übergabe vor Ort deutlich wurde.

Teilhabemöglichkeiten für mobilitätseingeschränkte Bewohner

Das Angebot richtet sich an Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner, die durch körperliche Einschränkungen sonst kaum noch Orte außerhalb der Einrichtung besuchen können. Bei den Ausfahrten sitzen die Teilnehmenden in einer speziell angefertigten Rikscha, die von freiwilligen Piloten geradelt wird. Ziel ist es, den Bewohnern wieder regelmäßige Aufenthalte an vertrauten oder bedeutenden Orten in der Stadt zu ermöglichen – sei es kurz an einen Park, zu Erinnerungsorten oder einfach eine Runde durch das Wohnumfeld.

Beteiligte Akteure und ihre Rollen

Akteur Rolle
Verein Radeln ohne Alter Organisation und Bereitstellung der Rikschas, Freiwilligenkoordination
Traude Dierdorf‑Stadtheim (Haus der Barmherzigkeit) Anmeldung der Bewohner, Begleitung bei Ausfahrten
Stadt Wiener Neustadt Finanzielle Unterstützung des Projekts

Bei einer Fotodokumentation zur Förderung waren unter anderem Gerhard Benigni, Zsuzsanna Rudolf und Simon Mitchell vom Verein sowie Heimleiter Lukas Pohl und Stadtrat LAbg. Philipp Gerstenmayer vor Ort. Ebenfalls abgebildet sind Bewohnerinnen wie Stefanie Schwarz (95) und Nada Perse (82), die das Angebot nutzen.

  • Die Fahrten ermöglichen kurze Ausflüge an Orte, die für die Bewohnerinnen und Bewohner aufgrund von Mobilitätsbeschränkungen sonst nur schwer erreichbar sind.
  • Das Projekt wird lokal getragen: Freiwillige, Heime und die Stadt arbeiten zusammen.
  • Die finanzielle Unterstützung der Gemeinde sichert die Fortführung des Angebots.

Für Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das Projekt eine direkte Steigerung der Lebensqualität: Kurze Ausflüge können Erinnerungen wecken, soziale Kontakte stärken und alltägliche Abwechslung bringen. Für Angehörige und Mitarbeitende der Pflegeeinrichtungen bietet die Initiative eine Möglichkeit, Menschen aus der häuslichen oder institutionellen Routine herauszuführen, ohne aufwendige Transportlogistik.

Wer das Projekt unterstützen oder sich als Freiwillige:r engagieren möchte, kann sich an den Verein Radeln ohne Alter oder direkt an das Traude Dierdorf‑Stadtheim wenden. Konkrete Termine für Ausfahrten und Hinweise zu Mitfahrmöglichkeiten werden vor Ort koordiniert.

Petra Egger
Petra KI Korrespondentin in Wiener Neustadt online

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